Schulschluss für Petra Hasenbach und Gisela Bastian-Perkert

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Mit dem Ende des Schuljahres beginnt für Petra Hasenbach (rechts) und Gisela Bastian-Perkert der Ruhestand – und das nach 32 beziehungsweise 41 Jahren an der Gesamtschule Kierspe.

Kierspe -  Manch ein Gesamtschüler, der von Petra Hasenbach unterricht oder von Gisela Bastian-Perkert „betreut“ wurde, biegt selbst schon auf die Zielgerade seines Arbeitslebens ein. Für die beiden Frauen endete ihre Schulzeit gestern mit einer kleinen Feierstunde.

Als Petra Hasenbach die weiterführende Schule besuchen wollte, gab es kein gymnasiales Angebot in Kierspe. So musste sie damals nach Gummersbach fahren, um dort das Gymnasium zu besuchen. Nach dem Abitur folgte das Studium in Bonn, das ihr später erlaubte, die Fächer Mathematik, Kunst und Hauswirtschaft zu unterrichten. Nach dem Referendariat in Oberhausen ging es erst einmal für einige Jahre an die Gesamtschule in Derschlag (Reichshof) und schließlich 1986 an die Gesamtschule Kierspe.

Danach gefragt, welches ihrer drei Fächer sie am liebsten unterrichtet habe, kann Hasenbach keine eindeutige Antwort geben: „Ich finde alle drei Fächer schön, auch weil sie so gegensätzlich sind.“ Am Matheunterricht habe sie die Ruhe in der Klasse genossen, beim Kunstunterricht dagegen die Lebhaftigkeit, die sich aus dem Unterricht ergeben habe. „Bei der Hauswirtschaft würde ich mir wünschen, dass die Gesundheitserziehung erweitert und gefördert würde“, sagt die Lehrerin. Unabhängig von diesem Ansatz sei eine besondere Herausforderung in diesem Fach aber auch gewesen, dass das Essen rechtzeitig fertig wurde.

Als besonders angenehm hat Hasenbach ihr Kollegium erlebt, wobei sie betont, dass viele Mitglieder des Teams, mit denen sie viel Zeit verbracht habe, bereits im Ruhestand seien. Doch in dem befindet sie sich ja ab jetzt auch – und freut sich vor allem darauf, mehr Zeit für die eigene Familie zu haben. Aber auch reisen möchte Hasenbach in Zukunft verstärkt – und sich um den eigenen Garten kümmern. „Ich habe mir fest vorgenommen, jetzt auch wieder mehr eigene Kunst zu machen“, sagt die Lehrerin a.D. abschließend.

Es ist Zufall, dass mit Hasenbach auch Gisela Bastian-Perkert in den Ruhestand geht, denn in der Vergangenheit haben die beiden bei vielen Projekten zusammengearbeitet.

Gisela Bastian-Perkert hat 41 Jahre an der Gesamtschule verbracht, allerdings nicht als Lehrerin. Sie gehörte all die vielen Jahre zum Team der Schulsozialpädagogen. In Hagen geboren und aufgewachsen, ging sie nach dem Abitur nach Siegen, um dort Sozialpädagogik zu studieren. Ihr Anerkennungsjahr verbrachte sie in einem Internat des Berufs-Bildungs-Werkes in Volmarstein.

Danach kam sie 1977 an die Gesamtschule in Kierspe, damals in ein Team, das aus vier Sozialpädagogen und einem Schulpsychologen bestand. Eine Besetzung, die längst der Vergangenheit angehört. Heute gibt es eineinhalb Stellen für die Schulsozialpädagogen und eine halbe Stelle für den Psychologen, dazu kommt noch eine befristete Stelle für die Betreuung von Schülern, die als Flüchtlinge nach Kierspe kamen. „Das wird aber besser. Meine halbe Stelle wird durch eine volle Stelle ersetzt“, freut sich Bastian-Perkert für ihren Kollegen Michael Brück.

Es seien neben den Schülern und Lehrern auch immer wieder Eltern gewesen, die sich ratsuchend an sie gewandt hätten, berichtet die Sozialpädagogin. Neben den Einzelberatungen, die sich aus solchen Situationen ergeben hätten, sei die tägliche Arbeit durch Präventionsarbeit in der Gruppe und der offenen Arbeit im Freizeitbereich geprägt gewesen. An dieser Stelle wirft Hasenbach ein: „Für uns Lehrer war es wichtig, dass wir auch immer mal einen schwierigen Schüler für eine Stunde bei dir parken konnten.“

Für die Zukunft im Unruhestand hat sich Bastian-Perkert vorgenommen, die Unabhängigkeit zu genießen und mehr Zeit mit der Familie zu verbringen. Da passt es auch gut, dass das zweite Enkelkind gerade „unterwegs“ ist. „Meine Kinder wohnen nicht in Hagen, da bin ich dann ohne die tägliche Arbeit in der Schule flexibler“, freut sich Bastian-Perkert.

Bekannt ist die Sozialpädagogin auch vielen Kierspern sicher durch die jahrelange Arbeit im Mensaverein der Gesamtschule.

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