Drei Klassen mit Jahrgangsrekord: 21 Schüler mit einer 1 vor dem Komma

Gut gerüstet für das zukünftige Leben

Abschied zehnter Jahrgang der Gesamtschule
+
Die Schülerinnen und Schüler des zehnten Jahrgangs erhielten die Zeugnisse im Rahmen einer kleinen Feier - klassenweise mit Eltern, aber ebenso mit Maske und Abstand.

Mehr als die Hälfte der Zehntklässler macht noch nicht Schluss an der Gesamtschule Kierspe. Es sind 89 Jugendliche, die sich für den Gang in die Oberstufe entschieden haben.

Kierspe - Doch gleich, ob die Schülerinnen und Schüler nach den Sommerferien das elfte Schuljahr in der Gesamtschule angehen – Klassen gibt es dann nicht mehr, sondern nur noch Kurse – oder sie in Kürze eine Ausbildung beginnen oder andere Bildungseinrichtung wie beispielsweise ein Berufskolleg besuchen, am vergangenen Donnerstag fand das statt, was vor Wochen fast nicht denkbar gewesen wäre: Eine feierliche Übergabe der Zeugnisse und dies klassenweise, sogar in Begleitung der Eltern oder anderer Angehöriger. Außerdem hatte sich die Lehrerband der Gesamtschule im PZ eingefunden, um die Abschlussfeier mit Zeugnisübergabe musikalischen zu umrahmen.

Die Stadt Kierspe hatte nicht nur dafür „grünes Licht“ gegeben, sondern auch für ein letztes Klassenfoto – ohne Maske, sodass man auch die Gesichter gut erkennen kann. Für einen kleinen Moment waren dabei Homeschooling, Maske tragen, Klassenzimmer lüften, selbst testen und viele andere außergewöhnlichen Maßnahmen wegen der Corona-Pandemie vergessen. Dass sich die Jugendlichen davon aber auch nicht haben unterkriegen lassen, sondern vielmehr „Gas gegeben“ haben, wie es Schulleier Johannes Heintges ausdrückte, zeigt sich an den größtenteils herausragenden Leistungen der Gesamtschülerinnen und -schüler, die nun durch die Zeugnisse dokumentiert sind.

Zeugnisübergabe an Zehntklässler der GSK

Insgesamt sechs zehnte Klassen erhielten im Rahmen einer kleinen Feier ihre Zeugnisse.
Insgesamt sechs zehnte Klassen erhielten im Rahmen einer kleinen Feier ihre Zeugnisse.
Insgesamt sechs zehnte Klassen erhielten im Rahmen einer kleinen Feier ihre Zeugnisse.
Insgesamt sechs zehnte Klassen erhielten im Rahmen einer kleinen Feier ihre Zeugnisse.
Zeugnisübergabe an Zehntklässler der GSK

Sowohl in der Klasse 10.1, als auch 10.3 und 10.6 erreichten jeweils sieben Schülerinnen beziehungsweise Schüler einen Notendurchschnitt mit einer Eins vor dem Komma – „Das ist ein Jahrgangsrekord“, würdigte Heintges die Jugendlichen. Es war für den Schulleiter auch Grund genug, die Protagonisten zu nennen: An der Spitze mit einem (Traum-) Notendurchschnitt von 1,1 sowie 1,0 lagen Lilian Kinas (10.4) und Wencke Isabell Schrade (10.3). In der Klasse 10.1 erreichten Hanno Pempe und Angelina Otte die Durchschnittsnote 1,8, Celine Michelle Stegmann kam auf eine 1,7 und Joline Noack auf eine 1,6. Die Durchschnittsnoten von 1,5, 1,4 und 1,3 erreichten Alessia Esposito, Kayra Bekdemir und Ina Kajkus.

Digitale Unterstützung gab es auch bei der Abschiedsrede von Schulleiter Johannes Heintges.

Marvin Penner aus der 10.2 erarbeitete sich die Durchschnittsnote 1,9. Klassenkamerad Miriam Cito kam auf eine 1,7 und Marita Koop auf eine 1,5. In der Klasse 10.3 reichten die Leistungen bei Sophie Schygulla für eine 1,9, bei Emanuil Cem Milonas sowie Luca-Elias Löwen für eine 1,8. Die Zeugnisse von Maja Theis und Louisa Richau weisen jeweils eine 1,7 als Durchschnittsnote aus und das von Sara Massier sogar eine 1,2. Viola Rempel, Tugba Bayram, Leonie Friesen, Katrina Busch und Leonie Düster aus der Klasse 10.4 erhielten Zeugnisse mit den Durchschnittsnoten 1,8, 1,7, 1,6 sowie 1,5. In der Klasse 10.5 hatten Chiara La Mattina (1,9), Eric Falameev (1,8), Tabea Grabovski (1,5) und Jakob Simeon Reimer (1,3) die besten Ergebnisse erzielt. In der Klasse 10.6 waren dies Emily Rufeger, Naomi Klinge, Caroline Hinz sowie Alana Freilinger (alle 1,9), Lilly Anasthasia Saemann (1,8), Andjun Nayana Khlongfeemue (1,5) und Vanessa Cancelli (1,4).

Rückblick auf entwickelte Gemeinschaft

Schließlich haben noch einige der insgesamt 173 Zehntklässler des Schuljahres 2020/21 die Möglichkeit, über Nachprüfungen ihren Abschluss zu machen. Dass dies alles gelungen ist, führte Schulleiter Johannes Heintges auf die (Klassen-) Gemeinschaft zurück: „Ihr habt sechs Jahre lang erfahren, was es heißt, als Klasse ein Team zu sein – gemeinsam auf ein Ziel zuzugehen, nicht als Einzelkämpfer, jeder für sich, sondern als Gemeinschaft, in der jede/r aus der Klasse seinen Platz hat, wo man wechselseitig voneinander profitiert, jede/r sich mit seinen ganz unterschiedlichen individuellen Fähigkeiten einbringt, sich miteinander über Erfolge freut, mit Humor und bisweilen auch mit Ungeduld die Schwächen jedes einzelnen erträgt, wo man stets zusammenhält, wenn es darauf ankommt, Verantwortung übernimmt und für andere, die ungerecht behandelt werden, eintritt, wo ihr füreinander einsteht, wo es immer wieder heftig knallt und die Konflikte gemeinsam und miteinander gelöst werden, wo ihr euch über andere ärgert, Kompromisse schließt, wo ihr Probleme gemeinsam angeht und löst, wo ihr euch untereinander alles Mögliche seid, nur eins nicht: gleichgültig oder egal“, führte Johannes Heintges aus.

Doch am vergangenen Donnerstag hatte diese Form des Zusammenseins ein Ende. Jedoch mit der Hoffnung, dass die Jugendlichen gut gerüstet sind, um sich im zukünftigen Leben zurechtzufinden und ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare