Gesamtschule: Bunte Abschlussfeier der Zehner

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Einen fantastischen Beitrag zur Abschlussfeier lieferten Florian Vogt (links) und Sem Phillip Keuchen mit einem fast zehnminütigen Schlagzeugstück.

Kierspe - „NSA – No School Agency“ hatten die Zehner-Klassen der Gesamtschule Kierspe als Motto für ihren Schulabschluss gewählt. „Wir wurden genug abgehört!“ Dieser Gedanke zog sich am Freitag durch die gesamte Abschlussfeier der Entlassschüler.

Fast drei Stunden dauerte die Feier im voll besetzten Pädagogischen Zentrum (PZ) der Gesamtschule. Jede der insgesamt sieben Zehner-Klassen hatte einen eigenen Beitrag einstudiert, durch das Programm führten Gina Biczkowski und Bayram Akbal. Bevor die Ansprache des Schulleiters auf dem Programm stand, lockerte die Klasse 10.2 die Abschlussfeier noch mit einem Tanz auf.

„Herzlich willkommen in der Academy for General Security of Kierspe, in unserer Muttersprache: Gesamtschule Kierspe“, begann Schulleiter Johannes Heintges seine Rede in der Umgangssprache der Agenten. Er sprach von Mitagenten, meinte damit die Eltern, von den Agentinnen beziehungsweise Lehrerinnen, und von Abhöraktivitäten, womit die regelmäßigen Tests angesprochen waren. Nicht unerwähnt wollte Heintges die drei Schüler mit den besten Abschlusszeugnissen lassen. Anna Schriever erreichte einen Notenschnitt von 1,1, Leon Menberg einen von 1,4 und Pascal Kinzer schloss die Schule mit einem Schnitt von 1,6 ab.

Eine Geschichte aus dem Schulalltag, die auf drei Worte pro Schüler reduziert war, erzählte die Klasse 10.7. Nicht nur die Lehrer hatten die 201 Schüler in den vergangenen sechs Jahren abgehört, „bespitzelt“ wurden die Mädchen und Jungen auch von ihrer Mitschülerin Larissa Müller. So konnte sie viel aus dieser Zeit berichten, über Klassenfahrten und Spiele, durch die sich die Schüler kennenlernten.

Über andere Erfahrungen berichtete die Klasse 10.6: Sie zeigte, wie in einer Diskothek Dampf abgelassen werden kann. Vier Pärchen tanzten Discofox und bewegten sich gekonnt über die Bühne. Beigebracht hatte dies den Schülern ihre Lehrerin Katja Schwichtenberg.

Eine andere Form der Erinnerung an ihre Schulzeit präsentierte die Klasse 10.5: Sie hatte aus Fotos aus der Schulzeit einen Film zusammengestellt und diesen kommentiert. Fotos von Ausflügen, Karnevalsfeiern und Fahrten reihten sich mit Einzelfotos der Schülerinnen und Schüler aneinander.

Alsdann kam die stellvertretende Bürgermeisterin Marie-Luise Linde zu Wort, bevor die Klasse 10.4 einen Parodie-Sketch auf ihre Lehrer, das Ehepaar Tenhumberg, vortrug. „Ihr ward ein harter Brocken“, gestand Ursula Tenhumberg ihren ehemaligen Schülern nach dem Sketch. „Aber zusammen haben wir es geschafft und was herausgekommen ist, kann sich sehen lassen.“

Einen fantastischen Beitrag zur Abschlussfeier lieferten Sem Phillip Keuchen und Florian Vogt mit einem fast zehnminütigem Schlagzeugstück. Fantasievoll, abwechslungsreich und locker ließen sie ihre Schlagzeugstöcke über Trommeln und Becken fliegen. Anfangs noch wechselten sie sich in ihren Soli ab, doch die Intervalle wurden immer kürzer, bis sie zum Ende hin gemeinsam ihre Musikinstrumente „bearbeiteten“.

Stufenleiterin Andrea Thiele kam an diesem Nachmittag auch zu Wort, ehe es zur Zeugnisausgabe ging. Mit dem gemeinsamen Abschiedslied „Auf uns“ endete die Abschlussfeier.

Von den 201 Schülern haben 70 Prozent den mittleren Schulabschluss erreicht, 37 Prozent haben zusätzlich die Qualifikation zum Besuch der Oberstufe erlangt und 25 Prozent von ihnen den Hauptschulabschluss. - von Gertrud Goldbach

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