Jugendparlament-Aktivierung durch GSK-Schülervertretung

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Ausschussvorsitzender Marc Voswinkel (Mitte) konnte die Schülervertreter Justus Engstfeld, Gina Bczkowski, Mareike Falz und Torben Kukkel (von links) am Dienstag in der Sitzung des Gremiums begrüßen.

Kierspe - Die Projekte, die in Angriff genommen wurden und noch werden, verdeutlichten den Mitgliedern des Ausschusses für Schule und Kultur, dass es eine aktive und engagierte Schülervertretung in der Gesamtschule gibt. Von dieser waren Justus Engstfeld, Gina Biczkowski, Mareike Falz und Torben Kukkel am Dienstag zu Gast in der Sitzung des Gremiums, um sich und ihre Arbeit vorzustellen.

„Wir haben uns für das Siegel gute gesunde Schule beworben“, erläuterten die Gesamtschüler, man habe das Audit mit dem Vorstand durchgeführt und das Siegel erhalten. Es gab ein Projekt mit dem Rotary-Club zur Flüchtlingsintegration. Zudem wurde ein Buch mit guten Wünschen für eine andere Gesamtschule erstellt, in der ein Schüler zusammengeschlagen und schwer verletzt worden war. „Und dabei haben wir uns mit dem Thema Gewalt auseinandergesetzt.“ Außerdem soll eine Flüchtlings-Fußball-AG gegründet werden.

Sorge bereitet den vier Schülern die eher negative Berichterstattung im Fernsehen über PCB-Vorfall und Vandalismus: „Das schadet dem Image der Schule“, befürchten die Schülervertreter und fragten, ob man darauf keinen Einfluss nehmen könne. Olaf Stelse, 1. Beigeordneter und Kämmerer, machte deutlich, dass man erhebliche Mittel aufgewendet habe, um die Schäden (PCB) zu beheben. Ebenso habe man dem Fernsehsender angeboten, nun auch darüber zu berichten. „Kein Interesse“ lautete die Absage.

„Es sind unglückliche Darstellungsweisen“, erklärte Stelse, „aber das haben wir nicht in der Hand“. Ähnlich verhalte es sich mit den Vandalismusschäden (wir berichteten): Diese Probleme seien vorhanden, hätten aber nichts mit Gesamtschülern zu tun.

„Ein schlechtes Image der Gesamtschule sehen wir nicht“, antworteten die Ausschussmitglieder auf die Frage der Schüler „Wie sehen Sie die Gesamtschule?“. Gleich, ob selbst ehemaliger Gesamtschüler, Vater oder Mutter eines Jugendlichen, der heute die Schule besucht, oder solche, bei denen früher die Meinung „Ich halte nichts von einer Gesamtschule“ vorhanden war, gab es am Dienstag eine Lobhudelei von den Kommunalpolitikern.

„Das Image an sich ist positiv“, „Wir können stolz auf diese Schule sein“ und „Ordentliche Ausbildung in allen Fachrichtungen“ war im Gremium zu hören. Ebenso machten die Ausschussmitglieder deutlich, dass die Schule natürlich Kosten produziere und sie sich damit auseinandersetzen müssten.

Angesichts der engagierten Schülervertretung äußerte Clemens Wieland (UWG) eine Idee beziehungsweise Bitte: „Kann von euch aus der Schule heraus das Jugendparlament, das eingeschlafen ist, wieder aktiviert werden?“ Das Thema stieß sowohl bei Gesamtschulleiter Johannes Heintges als auch bei Biczkowski, Engstfeld, Falz und Kukkel auf offene Ohren. Heintges wies auf die Erziehung zur Demokratie hin, die in der Schule sehr hohe Priorität habe, und meinte: „Beim Aufbau des Jugendparlaments sind wir an vorderster Front dabei!“

Großes Interesse gab es ebenfalls bei der Schülervertretung, jedoch würden die vier Gesamtschüler grundsätzliche Informationen über das Jugendparlament benötigen - dafür wird das Gespräch mit den entsprechenden Personen gesucht. Dagegen ist es viel schwieriger, Abhilfe beim Thema „Störungen durch Handwerker“ zu erhalten. Lärmbelästigungen durch Arbeiten zu den Zeitpunkten, in denen Klausuren geschrieben würden, wurde als Kritikpunkt angeführt.

Olaf Stelse erklärte, dass sich dies nicht immer vermeiden lasse. Da die Stadt aus einem Fördertopf des Landes mehr 1,6 Millionen Euro für den Bereich „Schulen“ für einen Zeitraum von vier Jahren erhalte, würden insbesondere Bauunterhaltungsmaßnahmen in Höhe von 411 000 Euro jährlich durchgeführt. Doch das Geld fließe nicht nur in die Gesamtschule, sondern auch in die anderen Schulen. Um Lärmbelästigungen zu vermeiden, müssten Absprachen zwischen Schule und Handwerkern erfolgen.

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