Liegewiesen und neue Fußbälle

Kiersper Schüler sollen sich an der Regionale 2025 beteiligen

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Der CDU-Kreistagsabgeordnete Markus Pempe stellte die Regionale 2025 den Schülervertretern der Gesamtschule vor. Er forderte diese auf, sich über das Thema in den Klassen auszutauschen und Ideen zu sammeln, die im Rahmen der Regionale umgesetzt werden könnten.

Kierspe - Liegewiesen an den heimischen Talsperren, die Sanierung alter Häuser, Sitzmöglichkeiten in den Städten – aber auch die Errichtung eines Schnellrestaurants (Burger King) oder auch neue Fußbälle für Vereine waren die spontanen Vorschläge für Projekte, die sich die Schülervertreter der Gesamtschule für die Regionale 2025 vorstellen könnten.

Auch wurde vorgeschlagen, einen Park ähnlich dem Volme-Freizeitpark zu entwickeln, dieses Mal aber fürs Dorf, damit der Weg nicht so weit ist. Dass sich die Schülervertreter überhaupt des Themas annahmen, lag an Markus Pempe, der als Kreistagsabgeordneter in die Schule gekommen war, um den Schülern die Regionale vorzustellen – und sie zur Mitarbeit bei der Ideenfindung aufforderte.

Rückblick auf 2013

„Während bei der Regionale 2013 die Vorschläge vor allem aus der Politik und den Stadtverwaltungen kamen, soll bei der Regionale 2025 stärker darauf geachtet werden, dass die Menschen der Region, vor allem auch Jugendliche die Ideen liefern“, erklärt Pempe seinen Antrieb, in die Schule zu kommen. Nun möchte er gerne, dass die Schülervertreter als Multiplikatoren fungieren, das Thema in die Klassen tragen, mit ihren Mitschülern diskutieren – und letztlich entsprechende Vorschläge an die Stadtverwaltung oder an ihn senden.

Hinweise an die Hand gegeben

Um die jungen Menschen nicht komplett ins Leere laufen zu lassen, gab er ihnen Informationen über die Regionale und mögliche Projekte an die Hand. Dabei ging er zuerst noch einmal auf die Regionale 2013, durch die die Stadt Kierspe den Volme-Freizeitpark bekam und zukünftig am Volme-Radweg liegen wird. Pempe erklärte auch, dass sich wieder die Kommunen „Oben an der Volme“ also Meinerzhagen, Kierspe, Halver und Schalksmühle – bei der Regionale 2025 erweitert um die Gemeinde Herscheid – gemeinsam präsentieren.

Er ging auch auf die drei Handlungsfelder ein und verriet, dass sich hinter „Raum“ beispielsweise Projekte zur Wohn- und Stadtgestaltung wie Treffpunkte und Plätze verbergen könnten. „Gesellschaft“ stehe etwa für Mobilität, Gesundheit oder Kultur und der Bereich „Wirtschaft und Arbeit“ beispielsweise für die Vermarktung regionaler Produkte oder auch digitale Fortbildung.

Zielsetzung beachten

Die Schüler forderte der CDU-Politiker auf, sich an Leitfragen wie „Beitrag zu künftigen Herausforderungen der Region?“, Qualitätssprung?“, „Interessen junger Menschen?“, „Realisierbarkeit?“, „Wichtigkeit?“ und „Wie können andere von diesem Projekt lernen?“ zu orientieren. Das alles unter Berücksichtigung der Südwestfalen-DNA, wie er es nannte, wobei DNA in diesem Fall für Digital (Technologieansatz), Nachhaltig (ökologisch, klimaschützend, dauerhafter Bestand) und Authentisch (südwestfälischer Charakter, Stärken der Region, Zusammenhalt) stehen soll.

Groß denken

Kein Wunder, dass die Gesamtschüler nach all den Informationen erst einmal überfordert waren, zu all den Vorgaben passende Vorschläge und Ideen zu liefern. Doch die erwähnten Vorschläge zeigten, dass sie sich angesprochen fühlten. Wobei Pempe nach der Präsentation der ersten Ideen auch klar machte, dass der Wunsch nach Fußbällen für Vereine bei der Regionale wohl ein wenig kurz gegriffen sei. „Denkt nicht in Kategorien von ein paar Hundert oder Tausend Euro, bei einer Regionale müssen Millionen ausgegeben werden“, so Markus Pempe abschließend.

Die Regionale 2025 in Südwestfalen

Eine Regionale ist eine regionale Strukturfördermaßnahme des Landes Nordrhein-Westfalen. Um die Entwicklung zu fördern, bietet das Land Nordrhein-Westfalen im drei-, vor 2010 zweijährlichen Rhythmus einer Region die Möglichkeit, wegweisende und möglichst gemeinsame Projekte durchzuführen. Die Regionen müssen sich in einem Wettbewerb mit ihren Konzepten durchsetzen. Die Landesregierung hat im Juni 2016 bekannt gegeben, dass das Strukturförderprogramm in den Jahren 2022 und 2025 fortgesetzt wird. 2017 wurde die Entscheidung für den Zuschlag der Regionalen in den Jahren 2022 und 2025 bekannt gegeben. Aus insgesamt sieben Bewerbern hat das Landeskabinett nun drei Regionen ausgewählt, das heißt, in einem Jahr werden zwei Regionalen stattfinden. Dazu gehört auch Südwestfalen mit den Kreisen Soest, Olpe, Siegen-Wittgenstein, dem Märkischen Kreis und dem Hochsauerlandkreis. Südwestfalen hat sich entschieden einen strategischen Rahmen mit den Schlagworten „digital, nachhaltig, authentisch“ zu entwickeln, der Handlungsfelder Raum, Gesellschaft, Wirtschaft und Arbeit umfasst.

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