Nach einer Woche ist der Lkw fertig

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Betreut werden die Gesamtschüler in der Woche, in der sie bei GWK „arbeiten“, von Techniklehrer Wolfgang Löffler (4. von links) und dem Leiter der Ausbildungswerkstatt Martin Bremicker (2. von rechts).

Kierspe – Mit der Montage der frisch lackierten Plane ist der kleine Lastwagen fertig. Fünf Vormittage haben die sechs Gesamtschüler Viktor Bundan, Stefanie Güse, Annika Gregor, Tobias Werner, Giancarlo Semeraro und Manuel Wanke gefeilt, gesägt, gebort gebogen, gelötet und geschraubt – eben alles getan, was die Grundfertigkeiten der Metallverarbeitung zu bieten hat.

Nur in die Schule sind sie nicht gegangen, im Gegensatz zu den anderen Schülern des zehnten Jahrgangs.

Es hat schon Tradition, dass der Techniklehrer Wolfgang Löffler jedes Jahr mit einer kleinen Gruppe eine Woche lang nach Meinerzhagen zur GWK geht, damit sich einige Schüler intensiv in dem Betrieb umschauen können. Meist sind es Schüler, die noch keinen Ausbildungsplatz haben, oder die noch unentschieden sind, ob sie nach dem 10. Schuljahr die Schule verlassen oder doch noch die Oberstufe „dranhängen“. „Vier der Schüler wollen sich auf jeden Fall noch bei GWK bewerben. Dort gibt es auch noch drei Ausbildungsplätze, die im kommenden Jahr besetzt werden können“, erklärt Löffler. Ob die Schüler eine Chance haben, kann sicher am besten Martin Bremicker beurteilen. Der Leiter der Ausbildungswerkstatt betreut die Jugendlichen während der gesamten Woche, wobei die Schüler nur vormittags in der Ausbildungswerkstatt arbeiten, nachmittags gehen sie in verschiedene Abteilungen, wo sie von den GWK-Mitarbeitern in der Schweißerei, Blechbearbeitung und im Lager betreut werden.

Viktor Bundan legt letzte Hand an den Metall-Lkw, den er nun auch mit nach Hause nehmen kann.

Löffler, der sich in den Morgenstunden um die eigenen Schüler kümmert, nutzt die Nachmittage, um die GWK-Auszubildenden in Mathematik zu unterrichten – und bereitet sie auf die Prüfung vor. Längst nicht alle der derzeit 44 Azubis bei GWK nutzen dieses Angebot – meist seien es so zehn bis zwölf gewesen, berichtet Löffler, der auch schon ausgemacht hat, wo die meisten Probleme liegen: „Das Umstellen von Gleichungen bereitet einigen doch noch größere Schwierigkeiten.“

gkeiten.“ Für die Gesamtschüler bietet sich in der Woche bei GWK aber nicht nur die Chance auf neue Eindrücke, sie haben sich auch für einen frühen Arbeitsbeginn und stundenlanges Stehen entschieden – und auch dafür, den verpassten Schulstoff nachzuholen.

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