Wenn der Hai zubeißt, schreit die Flötistin

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Volle Konzentration war bei den Schlagwerkern im Rahmen des Sommerkonzertes gefragt, kommt ihnen doch gerade bei der Filmmusik besondere Bedeutung zu.

Kierspe - Die meisten Melodien kannten die Zuhörer schon, darunter jede Menge Filmmusik, Hits von der Neuen Deutschen Welle bis Michael Jackson, abgerundet durch Sambaklänge. Beim Sommerkonzert der Gesamtschule gaben die vier Bläserklassen, Schul-, Oberstufen- und Lehrerorchester Proben ihres Könnens und zeigten zugleich die Bandbreite von Bigband-Musik auf.

Einen ungewöhnlichen Beitrag lieferten die Schüler der Klasse 6.3. Sie hatten kürzlich Besuch von dem Komponisten Thiemo Kraas, der mit ihnen seine Komposition „Cloudius“ einstudierte. Darin bildeten die Kinder mit ihren Instrumenten das Wetter ab: Es stürmte und hagelte, den Regen, der vom Himmel fiel, konnte man sich gut vorstellen und so war es nur konsequent, dass Musiklehrerin Petra Menges unter einem Regenschirm weiterdirigierte. Der aufgespannte Schirm kam nach Ende des Konzerts wieder zum Einsatz, das Publikum konnte darin seine Spenden hinterlassen.

Den Auftakt machte aber die Bläserklasse 5.3 mit dem Thema aus „Fluch der Karibik“, dirigiert von Peter Hoberg. Hoberg hatte viel Konkurrenz im Publikum, denn bei so viel schwungvoller Musik hielt es die jüngeren Geschwister der Schüler nicht auf ihren Plätzen. Immer wieder sah man Kleinkinder, die vom Schoß der Eltern aus mitdirigierten. Allerdings war diese Altersgruppe mit einem zweistündigen Konzert überfordert, weshalb sich gegen Ende die Reihen im Publikum merklich lichteten. Das war schade, denn das Beste kam zum Schluss. Die Lehrerband spielte die „Bohemian Rhapsody“ von Queen und schlug, unterstützt durch das Oberstufenorchester, den Bogen noch einmal zurück zum Anfang. Nach einem Hit-Mix der 1980er Jahre gaben Schüler und Lehrer gemeinsam das Thema aus dem Piratenfilm.

Vorher gehörte die Bühne aber den Bläserklassen. Die Fortschritte, die die Schüler im Laufe der Jahre machen, waren gut am – von Klasse zu Klasse anspruchsvolleren – Repertoire zu hören. Die Klasse 7.3 spielte ebenfalls Filmmusik, von den „Simpsons“ über „Harry Potter“ und „Games of Thrones“ zu einer Trilogie von John Williams, der zahllose Blockbuster von Steven Spielberg vertonte.

Auch die Klasse 8.3 hatte John-Williams-Titel im Programm. Sogar der berühmte Schrei in „Der weiße Hai“ war zu hören. Als das Monster zubiss, kreischte eine Flötistin, was das Zeug hielt – das gab prompt einen Extra-Applaus.

Auch die Schlagwerker hatten sich ihren Beifall redlich verdient, unter ihnen Willi Breitenbach aus der Klasse 9.3, der immer wieder vertretungsweise einsprang, weil es an den Percussions krankheitsbedingt zu Engpässen kam. Für die Achtklässler war ihr Auftritt zugleich das Abschiedskonzert als Bläserklasse. Viele von ihnen machen aber trotzdem weiter – im Schulorchester.

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