Sehr erfolgreiches Jahr für Volksbank Kierspe

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Die Vorstände Stephan Baldschun und Stephan Böhse können von einem sehr erfolgreichen Jahr für die Volksbank Kierspe berichten.

Kierspe - Eine Fusion mit einer anderen Volks- oder Genossenschaftsbank ist nach wie vor kein Thema, denn seit Stephan Böhse und Stephan Baldschun an der Spitze der Volksbank Kierspe stehen (seit 2008), geht die Bilanz stetig bergauf: Im vergangen Jahr betrug das gesamte Geschäftsvolumen 284,5 Millionen Euro, 15,5 Millionen Euro oder 5,8 Prozent mehr als 2018.

Vor zwölf Jahren lag die Gesamtsumme noch bei 206,9 Millionen Euro, also 77,6 Millionen niedriger. Die Steigerung führen Baldschun und Böhse auf das gute Kreditgeschäft zurück, das gegenüber dem Vorjahr von 85,4 Millionen Euro um 13,3 Prozent oder 11,4 Millionen Euro auf 96,8 Millionen Euro stieg. Ähnliches gelte, so der Vorstand der Volksbank, für die sogenannten betreuten Kredite, die von Verbundpartnern wie unter anderem der Hypothekenbank kommen, aber über die Volksbank abgewickelt und betreut werden.

Das Volumen lag im Jahr 2018 bei 126,8 Millionen Euro – in 2019 stieg hier die Bilanzsumme auf 138,3 Millionen Euro, ein Plus von 9 Prozent. Kleinere Steigerungen gab es in der Volksbank auch bei den Einlagen: Diese kletterten von 102,8 Millionen auf 105,2 Millionen Euro. Und bei den betreuten Einlagen verzeichnete die Volksbank ein Plus von 4,1 Millionen auf 146,2 Millionen Euro. „Die Einlagenseite und das Kreditgeschäft befinden sich in der Waage“, betonen Böhse und Baldschun, dass das Kiersper Kreditinstitut nicht Gefahr gelaufen ist, Minuszinsen zu zahlen – die derzeit bei -0,5 Prozent lägen.

Stetig steigend: Die Gesamtbilanz der Volksbank Kierspe von 2008 bis 2019.

„Wir haben ein sehr erfolgreiches Jahr hinter uns“, bilanzieren Stephan Baldschun und Stephan Böhse gleichlautend, „wir werden nachgefragt“. Den Grund dafür sehen die beiden einerseits darin, dass schnelle Entscheidungen getroffen würden. Was wiederum auch darauf zurückzuführen sei, dass die Volksbank über viele Jahre feste Ansprechpartner biete, kaum eine Personalfluktuation habe. Eine Mitarbeiterin sei im vergangenen Jahr nach 49-jähriger Tätigkeit in den Ruhestand gegangen. Besonders stolz sind die beiden Vorstandsmitglieder darauf, dass es gelungen ist, Bausparverträge mit einem Volumen von rund 14 Millionen Euro zu vermitteln – das bescherte der Volksbank Platz fünf in Deutschland ein. Aus geschäftlicher Sicht und auch hinsichtlich der Kunden würde es also keine Probleme geben.

Auf der anderen Seite müsse die kleine Volksbank Kierspe aber Verbundpartner ins Boot holen – und die würden auch von den kleinen Banken hohe Stückkosten für ihre Leistungen fordern. Als Beispiele nennt der Vorstand die Einführung einer neuen Software im vergangenen Jahr und auch die Kosten für die Jahresabschlussprüfung, für die ein sechsstelliger Betrag hingeblättert werden müsse. 2019 sei ein herausforderndes Jahr gewesen, so Böhse und Baldschun, wobei der Handelskrieg zwischen den USA und China, der Brexit und ebenso die Schuldenproblematik Italiens einige der Punkte waren, mit denen sich auch die Bänker auseinandersetzen mussten.

Gleichwohl konnte die Volksbank das Jahr 2019 mit einem Betriebsergebnis vor Steuern von 1,1 Millionen Euro abschließen. An Steuern seien 338 000 Euro gezahlt worden. Davon profitiere natürlich auch die Stadt Kierspe. Vom Überschuss in Höhe von 401 000 Euro werden 101 000 Euro als Dividende ausgeschüttet. Das heißt, dass auf die Genossenkonten der 3651 Volksbank-Mitglieder (Stand Ende 2019) eine Dividende von 6,5 Prozent fließen wird. Mit dem Rest wird das Eigenkapital aufgestockt. Darüber hinaus, daran erinnern Stephan Böhse und Stephan Baldschun, unterstützt die Bank auch die verschiedensten Einrichtungen durch Spenden. Im vergangenen Jahr waren es rund 33 000 Euro, unter anderem fast 6000 Euro an den Verein für Kommunikation und Kultur Kierspe-Meinerzhagen (KuK).

Bei der Weihnachtsbeleuchtung für Kierspe sei die Volksbank ebenfalls stets im Boot – im vergangenen Jahr war die zurückgegangene Stückzahl an Sternen wieder aufgestockt worden. Große Veränderungen wird es nach derzeitigem Stand nicht bei der Kiersper Volksbank geben. Vielmehr heißt es weiterhin: „Nah beim Kunden sein und die Prozesse verbessern, schlanker machen“, betont der Vorstand. Zudem werde man auch Produkte der Digitalisierung „mit Augenmaß anbieten“. Immerhin steckt der gesamte Verband der Volks-, Raiffeisen- und Genossenschaftsbanken rund 500 Millionen Euro in diesen Bereich.

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