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Kontrollverlust auf Rewe-Parkplatz - geprellter Kiefer, eingetretener Blinker, Anklage

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Von: Johannes Becker

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Nach dem Kontrollverlust auf dem Rewe-Parkplatz: Gegen eine Zahlung von 200 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung wird das Verfahren gegen einen 20-jährigen Angeklagten eingestellt.
Nach dem Kontrollverlust auf dem Rewe-Parkplatz: Gegen eine Zahlung von 200 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung wird das Verfahren gegen einen 20-jährigen Angeklagten eingestellt. © Oliver Berg/dpa

Das Aufeinandertreffen zweier Männer auf dem Rewe-Parkplatz in Kierspe endete für beide nicht gut. Einer ging mit einem geprellten Kiefer und einem eingetretenen Blinker, der zweite mit einer Anklage aus der Sache heraus.

Kierspe - Es war der 9. November 2020, als sich die Begegnung an der Friedrich-Ebert-Straße ereignete. Der Geschädigte beleidigte offenbar die Familie des Angeklagten. Der 20-Jährige verlor daraufhin kurz die Kontrolle über sich und schlug seinem Gegenüber ins Gesicht. Als dieser den Ort des Geschehens verlassen wollte, trat der Angeklagte mit seinem Fuß gegen den Wagen des Mannes.

Im Amtsgericht Meinerzhagen erklärte der 20-Jährige in dieser Woche, der andere habe ihn beleidigt, bedroht und sei einen Schritt auf ihn zugekommen. Daraufhin habe er ihm einen Schlag verpasst. Der Geschädigte sei dann in sein Auto gestiegen. Obwohl dessen Freundin an der offenen Fahrertür gestanden habe, sei der Geschädigte einfach rückwärts losgefahren, sodass die Frau beinahe gestürzt wäre. Danach sei der Mann auf ihn zugekommen, so der Angeklagte. Aus Reflex habe er den Fuß gehoben und gegen das Auto gerichtet.

Besagte Frau bestätigt im Zeugenstand, dass es eine Beleidigung gegeben hatte. Außerdem habe der Geschädigte den 20-Jährigen geschubst und die Fäuste geballt. „Dann hat er mit der flachen Hand zugeschlagen“, beschrieb die 19-Jährige das Verhalten des Angeklagten. Ob es einen Tritt gegen das Fahrzeug gegeben hatte, konnte die Zeugin nicht sagen. Sie sei zu geschockt über das Rückwärtsfahren ihres damaligen Freundes gewesen. Sie habe nicht weiter auf den Wagen geachtet.

Trotz ordnungsgemäßer Ladung erschien der Geschädigte nicht als Zeuge im Gericht. Und so entschied das Gericht schließlich, das Verfahren gegen den Meinerzhagener gegen eine Zahlung von 200 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung vorläufig einzustellen. jape

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