Die Hälfte des Eigenanteils wurde bereits gespendet

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Über den aktuellen Stand der Renovierungsarbeiten informierte sich Gemeinderatsvorsitzender Ulrich Jatzkowski. ▪

KIERSPE ▪ Seit Anfang Oktober laufen bereits die Renovierungsarbeiten an der katholischen Kirche St. Josef. Viele Arbeiten standen auf den Azftragslisten der Handwerker und als Ziel hatten sie sich gesetzt, im Sommer dieses Jahres alles abgeschlossen zu haben. Ob dieses Ziel erreicht wird, ist noch fraglich.

Als Bauzeit hat das mit der Planung beauftragte Ingenieurbüro „Ptd Ing.-GmbH“ aus Dormagen 50 Arbeitstage angesetzt, so dass bei günstigen Wetterbedingungen, die Renovierung des Innenhofes zu Weihnachten abgeschlossen sein könnte. Dieser Termin wurde von den beteiligten Firmen eingehalten. Auch schafften es Dachdeckermeister Wolfgang Müller und seine Angestellten im Oktober bei gutem Wetter die beiden Dachflächen über der Sakristei und der Pfarrhauswohnung zu dämmen und abzudichten. Günstig war für die Arbeiter, dass der Fassadenbauer schon das Gerüst für seine Arbeiten aufgestellt hatte.

Mittlerweile hat die Kirche auch ihren Außenputz bekommen. „Der neue Putz, der aufgetragen worden ist, kommt dem Ursprungsputz näher als der jetzige“, erklärte der bauleitende Architekt Günter Reinz bei einer Baubegehung. „Der jetzige Kratzputz ist sehr grob, der Erstputz war viel feiner. Dahin wollen wir zurück.“ Aktuell wird an der Kirche der Dachrand, die sogenannte Attika, erneuert. Diese besteht jetzt aus asbesthaltigen Zementplatten. „Eine Gefahr geht von diesen Platten nicht aus, da die Asbestfasern sehr lang sind“, beruhigte Günter Reinz. „Dennoch, haben wir sie einmal abgenommen, dürfen wir sie nicht mehr montieren.“

Als nächste Arbeit steht die Ausbesserung der Bleiverglasung im Chorraum an. Diese wird außen eine Schutzverglasung erhalten, zudem noch einen abgrenzenden Zaun, der die Fenster ebenfalls schützen soll. Das Maßwerk im Chorraum selbst weist hingegen nur minimale Schäden auf, die in diesem Zusammenhang ebenfalls beseitigt werden. Eine Rampe für Rollstuhlfahrer am Haupteingang und eine Überarbeitung der Pflasterbelege im Innenhof stehen weiter auf den Arbeitsplänen der Handwerker.

771 000 Mark kostete der Neubau der Kirche St. Josef 1961, 200 000 Mark die Renovierung 1994 und für die nun anstehenden Arbeiten sind rund 460 000 Euro veranschlagt worden. Das ist fast genau so viel, wie die Kirche einschließlich der ersten Renovierung gekostet hat. Auch wenn die Pfarrei nicht die vollen Kosten der Renovierung tragen muss, einen Betrag von 85 000 Euro muss sie selbst stemmen. Aus diesem Grunde sind bei der Volksbank Kierspe unter der Kontonummer 415266900 (Bankleitzahl 458 614 34) und bei der Sparkasse Kierspe-Meinerzhagen unter der Kontonummer 75051 (Bankleitzahl 458 516 65) Spendenkonten eingerichtet worden.

Türkollekten an jedem ersten Wochenende im Monat, Überschüsse aus dem Gemeindefest, der Erlös aus dem Bayerischen Abend Ende Oktober und dem Adventsbasar der Frauengemeinschaft Ende November sowie Spenden von Privatleuten und den heimischen Kassen haben das Spendenbarometer bereits auf 40 000 Euro ansteigen lassen. Weitere 10 000 Euro sind bereits zugesagt. „Bei den monatlichen Türkollekten kommen regelmäßig um die 900 Euro zusammen, ein Betrag, der uns immer wieder einen Schritt weiter kommen lässt“, freute sich Gemeinderatsvorsitzender Ulrich Jatzkowski. „Auch beim letzten Konzert des Chores Cantamus spendeten die Konzertbesucher für unsere Kirche knapp 400 Euro.“ Spender erhalten auf Wunsch eine Spendenquittung.

Jetzt, nachdem der lange Winter vorbei ist, soll es mit den Arbeiten an der Kirche St. Josef zügig weiter gehen, auch wenn der Abschluss der Renovierungsarbeiten, der für den Sommer dieses Jahres geplant war, wohl nicht zu halten ist.

▪ GeG

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