Freie Wähler und FDP stellen gemeinsamen Antrag in Sachen Friedhof

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Wie soll der Friedhof in Kierspe in Zukunft aussehen? Ein Konzept soll Ideen bringen. Damit dieses erstellt wird, regen FDP und FWG die Zusammenarbeit mit einer Universität oder Fachhochschule an.

Kierspe - Wie soll der Kiersper Friedhof in Zukunft aussehen? Eine Frage, mit der sich in Kierspe viele Menschen beschäftigen – und die auch bei den Parteien immer wieder Thema ist.

Um das Thema voranzubringen, stellen nun FDP und FWG einen gemeinsamen Antrag. „Die Verwaltung soll beauftragt werden, sich zu informieren, welche Möglichkeiten es gibt, ein Gestaltungskonzept für den Friedhof gemeinsam mit einer Hochschule oder Fachhochschule zu erarbeiten“, sagt Peter Christian Schröder, Vorsitzender der Freien Wähler.

Als Beispiel für eine solche Zusammenarbeit nennt er das Innenentwicklungskonzept für Rönsahl, das gemeinsam mit der Universität Siegen erarbeitet wurde. „Solch eine Zusammenarbeit würde nicht nur neue Ideen bringen, sondern wäre sicher auch deutlich preiswerter als die Beauftragung eines Fachbüros“, so Peter Christian Schröder weiter.

Nils Dietrich, FDP, und Peter Christian Schröder, FWG, (links) stellen einen gemeinsamen Antrag, um ein neues Konzept für den Friedhof zu entwickeln.

Gemeinsam mit dem FDP-Rats- und Vorstandsmitglied Nils Dietrich stellt er die Überlegungen und den Antrag vor. „Wir hätten gerne, dass der Rat in seiner nächsten Sitzung direkt entscheidet. Denn, wenn der Antrag erst an einen Fachausschuss überwiesen wird, dann geht wieder viel Zeit verloren. Alle Anfragen zu dem Antrag können auch gleich im Rat beantwortet werden“, so Dietrich.

Dass es nicht ganz einfach wird, einen Partner an einer Universität oder Fachhochschule zu finden, ist den beiden Politikern auch klar. Schröder: „Es gibt nicht so viele Einrichtungen, die sich mit diesem Thema beschäftigen. Aber vielleicht findet die Verwaltung ja einen geeigneten Partner.“ Dass nun FWG und FDP einen gemeinsamen Antrag auf den Weg bringen, begründen die beiden mit ihrer guten Zusammenarbeit in der Friedhofsgruppe, in der Politiker aller Parteien und Wählergemeinschaften sowie Verwaltungsmitarbeiter nach neuen Wegen für den Friedhof suchen.

„Außerdem passt Frei und Frei doch gut zusammen“, sagt Schröder schmunzelnd. Die beiden sind sichtlich unzufrieden mit den bisher geäußerten Vorstellungen der Verwaltung, die nach ihren Worten gerne an einer strikten Ordnung auf dem Begräbnisfeld festhalten möchte. Schröder: „Wir wünschen uns mehr Freiheit in der Gestaltungssatzung.“ Und Dietrich ergänzt: „Zwischen Preußentum und Chaos muss doch noch was in der Mitte sein.“ Um so wichtiger ist den beiden Politikern die Beratung durch Fachleute bei der Erstellung eines Konzepts. „Wir sind in der Gruppe alle keine Fachleute. Doch hier ist Fachwissen gefragt, denn wir stellen mit unserer Arbeit die Weichen für die kommenden 50 bis 100 Jahre. Damit sind auch die Mitarbeiter in der Verwaltung überfordert“,sagt Schröder abschließend.

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