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Gemeinde setzt Hoffnung auf Fusion

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Von: Rainer Crummenerl

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Brigitte Denda, die Vorsitzende des Presbyteriums, führte thematisch durch den Abend.
Brigitte Denda, die Vorsitzende des Presbyteriums, führte thematisch durch den Abend. © Crummenerl, Rainer

„Es gibt viel zu tun – also packen wir‘s an...“ Dieses Motto hätte über der Versammlung stehen können, zu der die Evangelische Kirchengemeinde Rönsahl ihre Mitglieder am Montag eingeladen hatte.

Rönsahl - Dass die Corona-Zeit und der dadurch erheblich reduzierte Handlungsspielraum auch im kirchlichen Leben generell vieles nicht zum Positiven verändert hat, merkte Versammlungsleiterin Brigitte Denda zu Beginn an. Die Vorsitzende des Presbyteriums hob dabei zum einen auf die Vielzahl der ausgefallenen Treffen der Gemeindegruppen ab, ließ gleichermaßen aber ebenso den mangelnden Besuch der Gottesdienste nicht unerwähnt. Den Abend bestimmten aber zwei Fragen: Zum einen, wie das bislang funktionierende Gemeindeleben wieder mit mehr Leben erfüllt werden kann, zum anderen, wie mit der generellen Sorge um die Zukunft der Gemeinde umgegangen werden kann. Diese ist mit derzeit noch 750 Gemeindegliedern ohnehin die kleinste im gesamten Kreisgebiet.

Zahlreiche Wortmeldungen befassten sich unter anderem mit praktikablen Vorschlägen, die beispielsweise durch häufigere Einbindung der Jugend, modernere Lieder, Kirchenchor und Instrumentalbegleitung mehr Abwechslung in die Gottesdienste bringen sollen. Betont wurde dabei die immer unverzichtbarer werdende Tätigkeit der Ehrenamtler. Dies nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass die Zahl der hauptamtlichen Kräfte bei sich abzeichnenden weiter rückläufigen Mitgliederzahlen in den Kirchengemeinden ständig geringer wird. Und davon sind auch die Kirchengemeinden Kierspe und Rönsahl direkt betroffen. Durch den bevorstehenden Ruhestand der beiden Pfarrer Martin Spindler und Reiner Fröhlich rückt ein noch engeres Zusammenwirken der beiden bislang selbstständigen Gemeinden immer mehr in den Fokus – nicht zuletzt aufgrund finanzieller Zwänge. Entsprechende Überlegungen im Presbyterium hätten bereits stattgefunden und wurden aufgrund der guten Erfahrungen, die beide Gemeinden im Umgang miteinander bisher gemacht haben, positiv beschieden, wie es dazu abschließend hieß.

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