Gelungener Dorfspaßabend mit Musik und viel Humor

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Erst zu später Stunde hatte die Band Spedition Sack ihren Auftritt, doch da hatten sich die Zuschauerreihen schon etwas gelichtet. –

KIERSPE – Für einen überaus gelungenen Dorfspaßabend im Hotel Unter den Linden in Kierspe-Dorf sorgten am Samstag Mattu und seine Comedy-Kollegen von den Zarten Machos sowie die Band Spedition Sack. Von Gertrud Goldbach

Ein paar „Fremde“ hatten sich schon unter die gut 130 „Dörfler“ gemischt, doch ihre Stimmen fielen kaum ins Gewicht. Woher die Gäste kamen, hatte Mattu gleich zu Beginn des Abends herausbekommen und das lauteste „Hallo Mattu“ kam unverkennbar von den „Dörflern“.

Während die Besucher vorne in Stuhlreihen und im mittleren Teil an Tischreihen Platz nahmen, hatten die Gäste auf den Stehplätzen im hinteren Bereich den vollen Überblick über das Geschehen – der Abend konnte beginnen. Jörg Matuszewski alias Mattu erzählte seinen Zuhörern, wie es ihm als Briefträger in seinem Bezirk in Kierspe-Dorf ergeht. Der Comedian hatte dabei zahlreiche Gags parat. Kostprobe: „Wisst Ihr, was das C+M+B über vielen Haustüren zu bedeuten hat?“, fragte er in die Runde. „Nicht was Ihr denkt. Es bedeutet: Kann mich besuchen. Und die Zahl dahinter gibt wieder, wie oft ich dort schon war.“

Auch sein Erlebnis beim ersten Einkauf in der Metzgerei Hoffmann gab Mattu so situationsgenau wieder, dass der Saal ihm bildlich zu Füßen lag. „Was darf es für Euch noch sein?“ – diese Frage der Fleischereifachverkäuferin irritierte ihn sehr, da er doch alleine im Geschäft war. Aber im Laufe der Jahre gewöhnte sich er auch daran. Anfangs trug Mattu noch dezentes Blau, ehe er sich aus seiner Tarnkleidung schälte und sich unter lautem „Hallo“ des Publikums in gelb-blauer Postbotenuniform zeigte.

Nachdem alle genug über sein Tun und Lassen aufgeklärt waren, überließ Mattu die Bühne seinem „Machokollegen“ Christoph Dörr. Er berichtete den Zuhörern von seiner „taffen“ Frau, die nicht wie andere Frauen lieber in Modehäusern shoppen geht, sondern sich stattdessen zum vergangenen Weihnachtsfest einen begehbaren Werkzeugkasten von ihrem Mann wünschte. Und überzeugte Antivegetarierin ist sie auch: Schon einen Hamburger mag sie wegen des Salatblattes nicht.

Zum Top-Act des Abends avancierte anschließend Uwe Allstädt. Mit einer Gitarre ausgestattet, stimmgewaltig und höchst ironisch befasste er sich mit den Leiden von selbsternannten Minderheiten, wie zum Beispiel von Renate, seiner 50-jährigen Nachbarin. Stets traf Allstädt mit seinen Gags den Nerv des Publikums und erntete dafür reichlich Beifall.

Band Spedition Sack rundet den Abend ab

Den Abschluss des kurzweiligen Abends gestaltete die Band Spedition Sack. Gleich zu Beginn wurden Texte zu ihrem überaus beliebten Song „Kierspe Bahnhof“ ausgegeben, der von den Gästen begeistert mitgesungen wurde.

Apropos Gäste: Mit einer Besucherzahl von 130 hatten die Veranstalter nicht gerechnet. Werner Becking vom Hotel Unter den Linden musste noch schnell vor Beginn des Programms seine Sitzordnungen ändern. Kurzerhand besorgte er ein paar Stehtische für die Gäste im hinteren Teil des Raumes. Das Comedyprogramm mit den Zarten Machos nahm die ersten zwei Stunden des Abends ein, bevor die Spedition Sack nach einer kurzen Pause die Mikrophone übernahm. Da hatten sich die Reihen im Publikum allerdings schon gelichtet. Viele Gäste hatten nach dem Comedyteil den Heimweg angetreten.

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