Geldverkehr

Weniger Bargeld

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Immer noch zahlen viele Kunden mit Bargeld.

Kierspe - Eigentlich passt das kontaktlose Bezahlen genau in die Zeit der Corona-Pandemie, wo Abstand und Hygieneregeln eingehalten werden sollten. Doch nach wie vor bleiben viele Kunden beim Bezahlen mit Bargeld.

Auf der einen Seite gebe es keine großen Veränderungen bei den Verfügungen an den Geldautomaten, sagt David Schröck, Bereichsleiter Betriebsbereich bei der Volksbank Kierspe. Auf der anderen Seite nehme aber der Einsatz der Karte und ebenso der VR-Banking-App für Zahlungen stetig zu – dies allerdings nicht erst mit Ausbruch des Coronavirus. Was Schröck auf die digitalen Möglichkeiten zurückführt, die in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen haben.

Geldkarte ist verschwunden

Andererseits gibt es eine Zahlmöglichkeit aufgrund mangelnder Nutzung nicht mehr: die Geldkarte. Bei der Sparkasse Kierspe-Meinerzhagen sieht es ein wenig anders aus: Wie Yvonne Heuel, Abteilungsleiterin Marketing und digitales Kundenmanagement, erklärt, habe man im März deutlich weniger Verfügungen an den Geldautomaten registriert. Allerdings sei die Gesamtsumme des abgehobenen Bargelds in etwa gleich geblieben. „Unsere Kunden haben höhere Beträge abgehoben.“

Automaten weniger oft aufgefüllt

 Aber im April mussten die Geldautomaten weniger oft aufgefüllt werden und auch die Zahl der Abhebungen seien etwas zurückgegangen. Das heiße aber nicht, so betont Heuel, dass nun Geldautomaten geschlossen würden. Es soll für die Kunden bei den ortsnahen Angeboten bleiben. Mit Blick auf einen geschlossenen Geldautomaten im benachbarten Meinerzhagen – auf Anraten des Landeskriminalamtes – erklärt die Abteilungsleiterin, dass man auf der Suche nach einem alternativen Standort sei, wo zeitnah ein Geldautomat aufgestellt werden soll. Gleichzeitig hätten die Buchungen, bei denen die Kunden auch bei kleineren Beträgen die Karte oder das Smartphone eingesetzt hätten, zugenommen. Möglicherweise werde sich dies noch weiter steigern, wenn in diesem Sommer auch bei Apple-Smartphones die Sparkassenkarte – bislang nur Kreditkarte – eingebunden werden kann. In den Geschäften selbst werden nur teilweise Steigerungen beim Bezahlen mit Bankkarte oder Smartphone festgestellt. Im vergangenen halben Jahr bezahlten die Kunden ein bisschen mehr mit der Karte, erklärt Ulla Kalman von der Metzgerei Baumeister. Viele zahlten die Ware aber immer noch mit Bargeld, besonders bei kleineren Beträgen. Michael Schriever bestätigt dies. In ihrem Hofladen, in dem es schon jahrelang die Möglichkeit der Kartenzahlung gibt, zahlten die Kunden beispielsweise 20 Eier in bar. Andere nutzten den Einkauf auch schon einmal, einmal das Portemonnaie von den Münzen zu befreien. Größere Beträge würden zumeist mit der Karte bezahlt, so Schriever weiter. In Reginas Laden, so erklärt Regina Marcus, halte sich das Bezahlen mit Bargeld und Bankkarte im Kerngeschäft, dem Getränkeverkauf, in etwa die Waage. Allerdings, so fügt Marcus hinzu, in der Post hätten die Kartenzahlungen auch und gerade bei kleineren Beträgen deutlich zugenommen.

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