Geld für Neubau des Gerätehauses

Einen Neubau des Gerätehauses steht nichts mehr im Wege.

KIERSPE – Der Personalmangel sorgt für immer Probleme in den Feuerwehren, das ist auch in Kierspe nicht anders. So sind die Löschzüge geschrumpft und auch die Tagesverfügbarkeit der Einsatzkräfte ist im Laufe der Jahre immer schlechter geworden, weil viele Menschen eben nicht mehr im Ort, sondern weiter weg ihre Arbeitsstelle haben. Nachwuchsförderung auf der einen Seite und veränderte Strukturen auf der anderen sollen die Schlagkraft der Freiwilligen Feuerwehr auch vor Ort momentan und für die Zukunft sicherstellen.

Längst hat die Wehrleitung angeordnet, dass bei bestimmten Schadenslagen wie Bränden zur Unterstützung jedesmal die Einheit Stadtmitte mitarlarmiert wird. Auch ist die Zusammenarbeit mit Feuerwehren anderer Kommunen immer wichtiger geworden, um eine ausreichende Einsatzstärke zu gewährleisten. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Effizienzsteigerung wird auch bereits seit einigen Jahren über eine Fusion oder enge Kooperation der Löschzüge 1 und 2 an einem Standort nachgedacht.

Die Zusammenlegung der Gerätehäuser wird nach wie vor verfolgt. So wurden in der Sitzung des Hauptausschusses am Dienstag im Rathaus die Planungskosten für einen Gerätehausneubau in Höhe von 40 000 Euro als Ermächtigungsübertragung aus 2009 ins neue Haushaltsjahr 2010 geschoben.

Bislang hatte es aber schon bei der Suche nach einem geeigneten Standort Probleme gegeben. So war das alte Bremi-Gelände zwar als ideal angesehen worden, jedoch die Verhandlungen mit dem Eigentümer ins Stocken geraten. Bei anderen möglichen Standorten wie im Bereich des Einkaufsparks Wildenkuhlen, des Industriegebietes oder des Gewerbeparks Reppel- & Vollmann lagen auch Schwierigkeiten vor oder wurden andere Hinderungsgründe erkannt. Vielfach wurde auch die Lage als weniger günstig angesehen.

Innerhalb der Feuerwehr wurde seitens der beiden betroffenen Einheiten bereits die grundsätzliche Bereitschaft für ein Zusammengehen in der einen oder anderen Form geäußert.

Noch ein anderes Feuerwehrthema, das zur dringend notwendigen Entlastung der Einsatzkräfte beiträgt, beschäftigte den Hauptausschuss am Dienstag: So ist es schon länger übliche Praxis, dass sich die Feuerwehr bei verschiedenen Einsätzen und speziellen Aufgaben privater Unternehmen und anderer Hilfsorganisationen bedient. Unter anderem wurde dies bei der Beseitigung von Ölspuren so angewendet. Darüber entscheidet der Leiter der Feuerwehr. Für die Beauftragung fallen dann aber Gebühren an. Allerdings gingen gegen die Bescheide wie anderswo auch immer wieder Klagen ein. Jetzt wurde durch eine Überarbeitung der Kiersper Feuerschutzsatzung, die dies ausdrücklich so vorsieht, Rechtssicherheit geschaffen.

Andere Ermächtigungsübertragungen aus dem Jahr 2009, die mit ins aktuelle Haushaltsjahr genommen werden, sind nach dem Ausschussbeschluss vom Dienstag folgende Maßnahmen, wobei es sich zumeist um Teil- oder auch Restbeträge handelt: Erwerb einer neue Gesamtschulküche (2263 Euro), Neubau der Vierfeldhalle (20 983,26 Euro, Umwandlung des Tennensportplatzes am Felderhof in einen Kunstrasenplatz (192 892,39 Euro), Kanalbau Beerenburg (12 411,56 Euro), Sanierung von Kanälen (174 614,11 Euro), Entwässerung der Ortslage Pielenhöhlen (67 980 Euro), Kanalbau Bürhausen (76 754 Euro), Straßenerneuerung (9 411,06 Euro), Lausebergaufstieg (63,407,81 Euro) und Unterhaltung der Kleinspielfelder am Felderhof (62 600 Euro). Zusammen mit der Planung für das neue Feuerwehrgerätehaus sind das 723 317,19 Euro.

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