„Verrückte Bilder“ lassen sich am leichtesten merken

Aufmerksam und amüsiert folgte das Publikum den skurrilen Geschichten, die Oliver Geisselhart auf der Bühne erzählte. - Foto. Haski

KIERSPE - Mit dem Dortmunder Coach Oliver Geisselhart hatte die Sparkasse zum Auftakt des dritten Herbstleuchtens den deutschen „Gedächtnis-Papst“ ins Kiersper Revolution geholt.

Von Martina Haski

Bekannt aus Presse, Funk und Fernsehen ist der charmante Trainer mit seiner „Geisselhart-Technik“ inzwischen weltweit erfolgreich unterwegs. Von seinem Onkel Roland hat er bereits als Zwölfjähriger begierig gelernt, wie das menschliche Gehirn am besten Informationen speichern kann. „Zum ersten Mal selbst mit einem Programm aufgetreten bin ich mit 16 Jahren“, erinnert sich der Dortmunder. Seit damals haben ihn Faszination und Begeisterung für sein Thema nicht mehr los gelassen.

Spritzig und interaktiv versteht er es von Anfang an, sein Publikum junger Erwachsener mit einzubeziehen. „Auch ihr könnt in fünf Minuten 50 Vokabeln dauerhaft erlernen“, verspricht er ihnen. Sein Erfolgsrezept: Denken in „verrückten“ Bildern und diese mit einem Gefühl verbinden.

Wie das geht, macht der Trainer gleich beispielhaft deutlich: „Kuh heißt auf Französisch „Vache“. Dabei denkt man automatisch an das deutsche Verb waschen. Also: Wasch die Kuh.“ Genau so heißt auch eines seiner aktuellen Bücher, das beim Vokabeltraining helfen soll.

Beispiele hat Geisselhart viele im Gepäck und fast überall die Lacher auf seiner Seite. So auch bei der Nummer mit der Domina-Peitsche, mit der er sich hart geißelt, um seinem Publikum seinen Namen unauslöschlich ins Gedächtnis zu prägen.

Mit beredter Mimik und vollem Körpereinsatz bewegt er sich gekonnt auf der Bühne hin und her. Anhand einer skurrilen Geschichte vom Rasenmähen, einem Friseurbesuch, dem Kinderabholen und Kollegenmeeting erläutert der Gedächtnistrainer die elf Zahlensymbole der Geisselhart-Technik, bei der jeder Zahl ein konkretes Bild zugeordnet wird. „Bilden Sie Assoziationen. Je bescheuerter, desto besser, denn lange vor dem Sprachgedächtnis hatte der Mensch bereits ein Bildergedächtnis“, berichtet er.

Hilfreich sind seine Tipps für die unterschiedlichsten Zielgruppen. Sein Programm „Kopf oder Zettel?!“ eignet sich für das Merken von Präsentationen, Reden, Namen, Zahlen und Vokabeln. Selbst bei einer Alzheimer-Erkrankung im Anfangsstadium sei die auf der Mnemo-Technik der alten Griechen beruhende Methode noch wirksam, versichert er.

Nach einer Stunde verbalem Feuerwerk gibt Oliver Geisselhart seinen Zuschauern Tröstliches mit auf den Weg: „Dein Gedächtnis ist perfekt, wenn du lernst, es richtig zu nutzen.“

Nach seiner Performance feiern die überwiegend jungen Besucher bei Snacks, Getränken und Hits aus den aktuellen Charts, aufgelegt von DJ Vincent Sonore, gut gelaunt in den Abend.

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