Volme-Freizeitpark: Erste Aufträge vom Rat vergeben

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Der Rat der Stadt Kierspe kam am Montag zu seiner letzten Ratssitzung zusammen. Einige Mitglieder stehen am Sonntag nicht mehr zur Wahl und scheiden zum Teil nach Jahrzehnten aus dem „Stadtparlament“ aus.

Kierspe - Während der öffentliche Teil der letzten Ratssitzung dieser Wahlperiode in rund 30 Minuten abgehandelt war, dauerte es im nichtöffentlichen Teil länger. Ging es doch dort um das neue Feuerwehrgerätehaus, die Vermietung des Bürgerhauses Felderhof, Auftragsvergaben für den Volmefreizeitpark, die Vertretung des Rates in den Gesellschaften und das Aktienpaket der Enervie.

Von Johannes Becker

In Zukunft kann der Verein „Hand in Hand“ nahezu über das gesamte Erdgeschoss des Bürgerzentrums verfügen, wobei ein Raum weiter als Welt-Laden und ein weiterer als Büro des Diakonischen Werkes verwendet wird. Und auch der große Saal kann weiterhin für Veranstaltungen oder Vereinsaktivitäten angemietet werden. Da die Vermietung erst einmal auf ein Jahr begrenzt wird, ist noch nicht klar, ob der Verein Hand in Hand diese Mietverhältnis eingehen wird, da mit einer Nutzung auch finanzielle Belastungen und bauliche Veränderungen verbunden sind. Eine Entscheidung soll auf der Mitgliederversammlung von Hand in Hand am Montag, 26. Mai, getroffen werden.

„Der Rat hat Auftragsvergaben im Bereich des Volme-Freizeitparks im Volumen von rund 1,6 Millionen Euro beschlossen“, so Bürgermeister Frank Emde. Dabei gehe es vor allem um den Abriss von Gebäuden, die Sanierung der Altlasten und die Verlegung der Volme. Mit den Arbeiten werde bereits in naher Zukunft begonnen.

Thema im Ratssaal war auch der Neubau des Feuerwehrgerätehauses. Dabei haben sich die Ratsmitglieder dafür ausgesprochen, die Verhandlungen mit der Eigentümerfamilie Bremicker über einen Bau auf den Bremi-Wiesen weiterzuführen. Gleichzeitig wurde aber auch die Verwaltung beauftragt, vertärkt alternative Standorte zu suchen. Mit der Zusammenlegung der Löschzüge Wehestraße und Stadtmitte soll vor allem die Tagesverfügbarkeit sichergestellt werden.

Der Hauptausschuss hatte sich in seiner Sitzung vor zwei Wochen gegen den Kauf von Enervie-Aktien durch den Bäderbetrieb ausgesprochen. Dieser Beschluss wurde gestern von den Ratsmitgliedern bestätigt. Da auch die Stadtwerke ihr Vorkaufsrecht nicht ausgeübt haben, bleibt es in den beiden Gesellschaften bei dem bisherigen Aktienanteil. Damit liegt Kierspe auf der gleichen Linie wie alle anderen Kommunen des Kreises und auch Hagen. Möglich wäre ein Kauf gewesen, weil sich der Energieversorger RWE von seiner Beteiligung an Enervie trennen möchte.

Ein weiteres Thema im Rat war der Vertreter des Rates, der die Beschlüsse des Gremiums in den Gesellschafterversammlungen mitteilen soll und sich bei Abstimmungen nach diesen Beschlüssen zu richten hat.

Nachdem Kurt Ackermann aus der Stadtverwaltung ausgeschieden ist, übernimmt dieses Amt nun Kerstin Steinhaus-Derksen, die den Rat nun in den Versammlungen des Bäderbetriebes, der Entwicklungsgesellschaft Interkommunales Gewerbegebiet Grünewald und der Grundstücks- und Gewerkeentwicklungsgesellschaft Kierspe vertreten wird.

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