50 Einsatzkräfte im Einsatz

Nächtlicher Brand zerstört Gaststätte in Rönsahl

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Zu einem Großbrand in einer Gaststätte rückten in der Nacht auf Freitag rund 50 Einsatzkräfte aus.

[Update, 18 Uhr] Kierspe - Großbrand in Gaststätte: In der Nacht auf Freitag ist aus bisher ungeklärter Ursache „Finchens Wirtshaus“ in Rönsahl ausgebrannt. Vier Bewohner des Hauses an der Hauptstraße retten sich unverletzt. Der Schaden liegt im „unteren sechsstelligen Bereich“. Die Kriminalpolizei hat den Brandort beschlagnahmt und ermittelt wegen der Ursache.

Dichter Rauch quoll aus dem Wirtshaus in Rönsahl.

Ein lauter Knall reißt in der Nacht auf Freitag vier Menschen aus dem Schlaf. Der Geruch von Qualm liegt in der Luft. Gegen 0.20 Uhr flüchten der Erwachsene sowie ein Kind und zwei Jugendliche auf die Straße. Dichter Rauch quillt aus dem Gaststättengebäude an der Hauptstraße. Innerhalb weniger Minuten treffen die ersten Einsatzkräfte ein.

„Auf Grund der Meldung, dass es sich um einen Zimmerbrand handelt, wurden der Löschzug 1 (Wehestraße), der Löschzug 2 (Stadtmitte) und der Löschzug 3 (Rönsahl) der Feuerwehr Kierspe und zusätzlich die Schnelleinsatzgruppe des DRK Kierspe alarmiert“, sagt Georg Würth, Wehrleiter bei der Stadt Kierspe.

Situation schnell unter Kontrolle

Mit einem Schlauch kühlte die Wehr eine Gasflasche.

Eine erste Erkundung durch die Einsatzkräfte macht schnell klar, dass es sich nicht um einen Zimmerbrand handelt, sondern dass das gesamte Gebäude sehr stark verraucht ist. Während das DRK Kierspe die nicht verletzten Bewohner betreut, löschen die Feuerwehrleute unter Atemschutz im Innen- und Außenbereich. Innerhalb kürzester Zeit haben die Einsatzkräfte die Situation unter Kontrolle. „Auf Grund der Menge der eingesetzten Fahrzeuge und zur Absicherung der Einsatzkräfte vor Ort, haben wir die Hauptstraße und die Kreisstraße 2 im Bereich der Einsatzstelle komplett gesperrt“, erklärt Würth.

Aus dem brennenden Gebäude holen Feuerwehrleute eine aufgeheizte Flüssiggasflasche. Mit Löschwasser kühlt die Wehr diese ab. Wirth: „Zuvor haben wir mit einer Wärmebildkamera die Gasflasche überprüft. Da sich keine Risikosituation ergab, musste nicht aus der Deckung heraus gekühlt werden.“ Nachdem die Glutnester gelöscht waren, sahen die Einsatzkräfte das Ausmaß des Feuers. Die Flammen verwüsteten den Schankraum – die Theke, die abgehängte Decke und vieles mehr ist zerstört. „Der Schaden liegt auf jeden Fall im unteren sechsstelligen Bereich“, sagt Georg Würth.

Ursache noch unklar

Die Flammen verwüsteten den Schankraum.

Während für den Wehrleiter klar ist, dass der Brand in der Gaststätte begonnen hat, ist die Ursache noch unklar. Daher hat die Kriminalpolizei am Freitagvormittag die Ermittlungen aufgenommen. „Wir haben den Brandort beschlagnahmt“, erklärt Polizeipressesprecher Marcel Vormann. Die Untersuchung werde eine längere Zeit in Anspruch nehmen. Für die Bewohner der oberen Etagen hat das Ordnungsamt noch in der Nacht eine Unterkunft besorgt.

Der Einsatz endete für die 50 Einsatzkräfte am Freitagmorgen gegen 6 Uhr. Zusätzlich zu den Kräften der Feuerwehr und des DRK Kierspe waren Kräfte des Energieversorgers, der Stadtwerke Kierspe, der Polizei, der Kriminalpolizei und des Ordnungsamtes der Stadt Kierspe an der Einsatzstelle.

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