Gruppe bleibt drei Wochen in Kierspe

Gastfamilien für Kinder aus der Ukraine gesucht

Am 3. Juli kommt die Gruppe in Kierspe an. Die Kinder bleiben bis zum 23. Juli.

Kierspe - Der Verein „Kinder von Tschernobyl“ sucht wieder Gasteltern für Kinder, die in diesem Jahr nach Kierspe zu einem Erholungsaufenthalt kommen sollen.

Die Kinder kommen ausnahmslos aus dem radioaktiv belasteten Gebiet von Tschernobyl in der Ukraine. In einer Mitteilung des Vereins heißt es: „Jedes Kind, das in solcher Umgebung mit so schweren Belastungen für seine Gesundheit lebt, sollte einmal im Jahr die Möglichkeit haben sich in guter Luft und mit gesunder Ernährung zu erholen. Das ist eine ganz wesentliche Gesundheitsvorsorge. Das kindliche Immunsystem hat dadurch die Möglichkeit, sich zu regenerieren. Das Kind leidet dann weniger unter häufigen Infektionen, die die Folge eines geschwächten Immunsystems sind. Vitaminreiche Nahrung und Bewegung an der frischen Luft tun dann das ihrige und die Kinder können gestärkt wieder nach Hause fahren.“

Zusätzlich zu den Problemen, die der Super-Gau von Tschernobyl der dortigen Bevölkerung bereitet hat, kommen noch Folgen des Krieges in den Ostgebieten der Ukraine. Die Tschernobyl-Region ist zwar nicht direkt von Kriegshandlungen betroffen, die Auswirkungen sind aber auch dort allgegenwärtig. Das bedeutet: Väter und Brüder, die im Osten des Landes kämpfen, verwundet werden oder sogar zu Tode kommen, Flüchtlinge aus den Kriegsgebieten, die versorgt werden müssen, steigende Preise sogar für Grundnahrungsmittel, mehr Arbeitslosigkeit, wichtige Medikamente, die nicht mehr zu bekommen sind.

„Es geht also nicht nur darum, den Kindern einen touristischen Urlaub zu bieten, sondern ihrem Körper eine Erholung zu gewähren von der allgegenwärtigen Strahlung in ihrer Heimat und den beschriebenen Problemen durch den Krieg“, so der Verein.

Eine Betreuung der Gäste in den Vormittagsstunden kann der Verein in diesem Jahr leider nicht anbieten, aber die Gastelternbetreuer des Vereins stehen den gastgebenden Familien mit Rat und Tat zur Seite. Es sind auch genügend Dolmetscher vorhanden, um die Sprachbarriere zu überwinden.

Deshalb wendet sich der Verein an alle Kiersper, mit der Bitte, zu prüfen, ob sie eins oder auch zwei Kinder aufnehmen können.

Der Bus aus der Ukraine wird am Sonntag 3. Juli, abends in Kierspe ankommen und holt die Gruppe wieder am Samstag, 23. Juli, morgens in der Volmestadt ab.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare