Gartenfreunde stehen in den Startlöchern für die neue Saison

Gärtner warten auf wärmere Tage

Mit einem „grünen Daumen“ ausgestattet ist Gartenfreundin Gudrun Gohmann aus Rönsahl. Die passionierte Hobbygärtnerin zieht in jedem Jahr den Großteil der benötigten Blumen- und Gemüsepflanzen selbst aus Saatgut heran.
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Mit einem „grünen Daumen“ ausgestattet ist Gartenfreundin Gudrun Gohmann aus Rönsahl. Die passionierte Hobbygärtnerin zieht in jedem Jahr den Großteil der benötigten Blumen- und Gemüsepflanzen selbst aus Saatgut heran.

Darauf, dass in unseren Breiten nach dem kalendarischen Frühlingsbeginn nun auch de facto endlich der Frühling einkehrt und damit die relativ lange Winterzeit ablöst, warten viele Gartenfreunde.

Rönsahl - Bislang nämlich war aufgrund der auch für den Monat April außergewöhnlich niedrigen Temperaturen und der zahlreichen Frostnächte an gärtnerische Tätigkeit in Nutz- und Ziergärten, geschweige denn an eine Bestellung derselben mit frostempfindlichem Pflanzgut so gut wie nicht zu denken. Gartenliebhaber sprechen deshalb von einem außergewöhnlich späten Frühjahr und sind gut beraten, wenn sie frostempfindliche Pflanzen – zumal in den Nächten – vor Minustemperaturen schützen, um sie vor Frostschaden zu bewahren.

Ein Blick auf den Kalender sagt indes, dass es mittlerweile durchaus an der Zeit ist, eventuell vorhandene Frühbeete mit den ersten Sämereien zu bestellen. Wer zudem in der glücklichen Lage ist, ein Gewächshaus zu besitzen, weiß die eigene Anzucht von Pflanzgut für den Gemüse- wie den Blumengarten zu schätzen. Anfang Mai ist in aller Regel die Zeit gekommen, wo viele Pflanzen bereits ihren endgültigen Standort im Beet erhalten können. Allerdings ist auch dann noch Vorsicht geboten, weil bereits eine einzige Frostnacht manche gärtnerische Mühe zunichte machen kann. Deshalb ist der Hobbygärtner gut beraten, wenn er sich gerade auch in diesen Tagen an den bewährten Rat „ Eile mit Weile“ hält und sich nicht durch die ersten frostfreien Nächte zu voreiligen Pflanzaktionen oder Aussaaten im Freien verleiten lässt.

Doch auch in einem so späten Frühjahr wie diesem hat der passionierte Hobbygärtner bereits in diesen Wochen allerlei zu tun. So wollen frühe am hellen Fensterbrett und im (beheizbaren) Gewächshaus vorgenommene Aussaaten, die inzwischen entsprechend herangewachsen sind, rechtzeitig pikiert (das heißt vereinzelt) und bis zur hoffentlich nun bald möglichen Pflanzung am endgültigen Standort vorbereitet werden. Regelmäßige Wassergaben, die nun einmal nötige Wärme und ausreichend Sonnenlicht sind zudem wichtige Voraussetzungen für zügiges und gesundes Pflanzenwachstum, wie der Hobbygärtner weiß.

Im eigenen Gewächshaus – und später dann im umgenutzten Schwimmbad – gibt es beste Wachstumsmöglichkeiten für Zier- und Nutzpflanzen mancherlei Art.

Zum großen Kreis der passionierten Gartenfreunde zählen seit vielen Jahren auch Gudrun und Dieter Gohmann aus Rönsahl. Sie sind in der glücklichen Lage, neben einem handelsüblichen Treibhaus zudem über ein mit einem Glasdach überspanntes, freistehendes Schwimmbad, das wintertags „zweckentfremdet“ werden kann, zu verfügen. Damit schlagen sie allen Kapriolen der Witterung ein Schnippchen.

Gerade in einem so späten Frühjahr wie diesem bietet sich somit die Chance, das Gartenjahr ganz erheblich zu verfrühen, und davon machen die Blumenfreunde reichlich Gebrauch. Der größte Teil des Bedarfs an Nutz- und Zierpflanzen, die im Jahreslauf rund um das Anwesen am Kerspeweg dem Boden anvertraut wird, stammt aus eigener Anzucht.

Im Frühjahr werden die ersten Aussaaten ganz unterschiedlicher Sämereien vorgenommen, die sich dann bei besten Wachstumsbedingungen zügig entwickeln und zu kräftigen Setzlingen heranwachsen. In entsprechenden Anzuchtschalen, Saatkästen, unterschiedlichen Regalen und Stellagen findet sich zum jetzigen Zeitpunkt bereits eine Vielzahl an Blumen und Gemüsepflanzen, die nur darauf warten, ins Freiland ausgepflanzt zu werden, um dort ihre ganze Pracht zu entfalten. Und wenn nun noch die Wettervorhersage recht behält, dann ist das ja auch bald so weit.

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