Kiersper UWG setzt sich für Querungshilfe ein

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Dieter Schmidt, Norbert Höhn, Dirk Schmale und Clemens Wieland (von links) stellen für die UWG den Antrag auf eine Querungshilfe auf der K2 in Höhe des neuen Netto-Marktes.

Kierspe - Um den Kunden des neuen Netto-Marktes, die zu Fuß kommen, einen möglichst sicheren Zugang zu dem Markt zu gewährleisten, setzt sich die UWG für eine Querungshilfe auf der K 2 ein.

Von Johannes Becker

Bereits in Kürze sollen die Bagger kommen, um den alten Dornseifermarkt zu beseitigen. Danach wird auf der Fläche, wenn auch an etwas anderer Stelle, der Netto-Markt errichtet. Um mehr Parkraum zu schaffen und den Kunden einen ungefährlichen Zugang zu dem Supermarkt zu ermöglichen, wird die Straße Luiseneiche oberhalb des Marktes gesperrt. Damit die Anwohner der Pulverstraße und die Menschen, die im hinteren Teil der Luiseneiche wohnen, auch weiterhin ihre Häuser erreichen können, wird der alte Verlauf der Pulverstraße wieder hergestellt und im Bereich der K 2 und Am Mühlenberg eine neue Kreuzung entstehen, an der sich dann vier Einmündungen treffen.

Die UWG befürchtet, dass dann auf der K 2 vor dem Markt deutlich mehr Verkehr entsteht und die Besucher des Marktes, die zu Fuß die K 2 überqueren müssen, gefährdet sind.

Deshalb fordern die Unabhängigen eine Querungshilfe in diesem Bereich. In dem Antrag, der in der nächsten Ratssitzung behandelt werden soll, heißt es: „Die Verwaltung wird beauftragt, sich unter anderem mit dem Märkischen Kreis in Verbindung zu setzen, um eine Querungshilfe im Bereich der K 2 zwischen den Häusern Am Mühlenberg 1 und Schmiedestraße 5 umzusetzen. Gleichzeitig sollte mit dem Straßenverkehrsamt eine Abstimmung hinsichtlich der zulässigen Höchstgeschwindigkeit erfolgen. Eine Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf 30 Kilometer pro Stunde wäre wünschenswert.“

Im Gespräch mit der Meinerzhagener Zeitung erwägt der UWG-Vorsitzende Clemens Wieland gar eine Ausweitung des Bereiches, in dem „Tempo 30“ gefahren werden soll, von dem Ortseingangsschild im Kerspetal bis zur Friedrich-Ebert-Straße: „Die Straße ist sehr breit und verleitet deshalb auch zum schnellen Fahren. Das gefährdet aber die Menschen, die aus dem Bereich Wiesenstraße, Schmiedestraße und Mühlenberg über die K 2 müssen, um den neuen Markt zu erreichen.“

Aus Gesprächen mit Fachleuten aus dem Straßenbau wisse man, dass auch eine längere Verkehrsinsel auf der – an der Stelle vor dem Markt – sehr breiten K 2 gebaut werden könne, um durch diese Baumaßnahme die Autofahrer gewissermaßen zu zwingen, die Geschwindigkeit deutlich zu reduzieren, ergänzt Dieter Schmidt.

Norbert Höhn weißt darauf hin, dass die Anregung für eine Hilfe beim Überschreiten der Kreisstraße aus den Reihen der Anwohner gekommen sei. Man habe das Thema aber gerne aufgegriffen, weil man eine solche Maßnahme für sehr sinnvoll halte

Überhaupt sind Querungshilfen ein beliebtes Thema der Unabhängigen. Denn nur ein paar Meter weiter, kurz hinter dem Kreuzungsbereich der K 2 und der Friedrich-Ebert-Straße befindet sich auf der Kreisstraße bereits ein solches Bauwerk. „Das haben wird damals auch beantragt, ich weiß noch, dass es fast ein Jahr gedauert hat, bis es umgesetzt wurde“, erinnert sich Clemens Wieland an sein frühes politisches Handeln. Er kündigt auch an, das es noch einen Standort in Kierspe gebe, an dem sich die UWG für eine weitere Querungshilfe einsetzen werde.

„Die Menschen im Dorf freuen sich auf den Markt und die Möglichkeit, wieder zu Fuß einkaufen zu können. Da ist es doch mehr als wünschenswert, wenn sie das auch tun können, ohne einer Verkehrsgefährdung ausgesetzt zu sein“, erklärt Dirk Schmale abschließend.

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