650 Fußballbegeisterte zittern kollektiv bis Sieg

In der Jahnhalle kochte am Samstagabend beim Public Viewing zur Fußball-EM die Menge: Jede gelungene Parade von Torhüter Manuel Neuer quittiert das Publikum mit Begeisterung. ▪

KIERSPE ▪ „650 Einlass-Bändchen haben wir bisher vergeben“, erklärt die Vorsitzende des TSV Kierspe Petra Rosenbach am Samstagabend beim Public Viewing in der Jahnhalle. Gemeinsam feierten die Inhaber der Bändchen den ersten Sieg des Deutschen Teams.

Zum Europameisterschaftsauftakt der deutschen Fußballnationalmannschaft koordiniert Rosenbach die Zusammenarbeit der sieben Vereine mit jeweils fünf Helfern, die in diesem Jahr beim EM-Event für Aufbau, Einlasskontrolle, Sicherheitsdienst, Parkplatzeinweisung, Getränke- und Verpflegungstheken verantwortlich zeichnen. „Ich finde es gut, dass Stadt, Sparkasse, Turn- und Sportverein, Kiersper Sport-Club, Allgemeiner Schützenverein, KSV-Reservezug, Motoballclub, MSF Tornado und Kerspe-Knappen Hand in Hand arbeiten, um diese Veranstaltung in Kierspe möglich zu machen“, kommentiert Klaus Müller, Vorsitzender der Kerspe- Knappen, die Jahre lang das Public Viewing in Kierspe organisierten.

Mit Deutschlandfahnen, schwarz-rot-goldenen Hüten, Schals und Trikots drängen sich die Fans in der Halle und warten auf den Anstoß. Als der pünktlich um 20.45 Uhr erfolgt, ertönen gleich die ersten Anfeuerungsrufe für die deutsche Mannschaft. Lauter Jubel erhebt sich, als bereits nach wenigen Minuten Lukas Podolski die erste Chance für die deutsche Mannschaft erhält, den Ball aber über das Tor schießt. Das ist für die Fans ein Auftakt nach Maß.

Beinah alle rechnen heute Abend mit einem Sieg der deutschen Fußballnationalmannschaft. „Ich tippe auf einen 2:1 Sieg“, prognostiziert Bürgermeister Frank Emde. Aber auch 3:0, 3:1oder gar 4:1 lauten die optimistischen Einschätzungen der Besucher.

Auch als sich nach einer halben Stunde immer deutlicher zeigt, dass Deutschland zwar das Spiel kontrolliert, im Abschluss aber zu ideenlos agiert, feuern die Fans ihre Mannschaft immer wieder unermüdlich an „Auf geht‘s, Deutschland schießt ein Tor“, schallt es enthusiastisch aus zahlreichen Kehlen. Und lautstarke Proteste löst zudem jedes gegen einen deutschen Spieler verübte Foul aus.

Die Stimmungswogen kollektiv hochschlagen zu lassen, ist für viele ein wichtiger Grund heute Abend hier zu sein. „Tolle Gemeinschaft, super Stimmung und nette Leute ziehen uns immer wieder zum Public Viewing“, erzählen Christel und Ekkehard Kalweit in ihrem Deutschland-Outfit, die seit 2006 kein öffentlich übertragenes Spiel auslassen. „Wir kommen auf jeden Fall wieder“, lautet auch die einhellige Meinung von Stephanie Kowitz und Vanessa Timme mit ihren schwarz-rot-goldenen Cowboyhüten.

Als der Druck der Portugiesen zunehmend stärker wird, quittiert das Publikum jede gelungene Parade von Torhüter Manuel Neuer mit Begeisterung. Ohrenbetäubend werden die Anfeuerungsrufe, wenn die deutschen Spieler zielstrebig nach vorne gehen. Entsetzen dagegen, als kurz vor dem Halbzeitpfiff ein Schuss von Portugals Pepe zunächst gegen die Latte prallt und anschließend glücklicherweise nicht hinter der Linie des deutschen Tores aufschlägt. Erleichtert gehen auch die Fans in die Pause und versorgen sich mit Getränken, Würstchen und Schnitzeln.

Ungebrochen bleibt auch die Euphorie, als die deutschen Fußballer nach einem beherzten Start in die zweite Halbzeit lange Zeit kein Rezept finden, um den Abwehrblock der Portugiesen zu knacken. Frenetischer Jubel erhebt sich schließlich, als Mario Gomez eine Viertelstunde vor Schluss das erlösende 1:0 erzielt. „Einer geht noch, einer geht noch rein“, skandieren die begeisterten Fans und fallen sich gegenseitig in die Arme. Danach wird es für die Deutschen aber noch einmal richtig eng. Während die Superstars Ronaldo & Co einen Angriff nach dem anderen gegen das deutsche Tor starten, zittern die Besucher in der Jahnhalle mit angespannten Gesichtern dem Schlusspfiff entgegen.

Und danach gibt es kein Halten mehr: Mit „Deutschland, Deutschland“ und „Super Deutschland olé“- Gesängen werden die ersten drei Punkte auf dem EM-Konto gebührend bejubelt. Während die einen sich singend und hupend auf den Heimweg machen, feiern die anderen noch in oder vor der Halle und kommentieren das Spielgeschehen. Für die meisten ist klar: Am Mittwoch sind sie beim Public Viewing wieder dabei, wenn Deutschland in Charkow gegen die Niederländer antritt. ▪ Rolf HaaseVon Martina Haski

Kierspe J „650 Einlass-Bändchen haben wir bisher vergeben“, erklärt die Vorsitzende des TSV Kierspe Petra Rosenbach am Samstagabend beim Public Viewing in der Jahnhalle.

Zum Europameisterschaftsauftakt der deutschen Fußballnationalmannschaft koordiniert sie die Zusammenarbeit der sieben Vereine mit jeweils fünf Helfern, die in diesem Jahr beim EM-Event für Aufbau, Einlasskontrolle, Sicherheitsdienst, Parkplatzeinweisung, Getränke- und Verpflegungstheken verantwortlich zeichnen. „Ich finde es gut, dass Stadt, Sparkasse, Turn- und Sportverein, Kiersper Sport-Club, Allgemeiner Schützenverein, KSV-Reservezug, Motoballclub, MSF Tornado und Kerspe-Knappen Hand in Hand arbeiten, um diese Veranstaltung in Kierspe möglich zu machen“, kommentiert Klaus Müller, Vorsitzender der Kerspe- Knappen, die Jahre lang das Public Viewing in Kierspe organisierten.

Mit Deutschlandfahnen, schwarz-rot-goldenen Hüten, Schals und Trikots drängen sich die Fans in der Halle und warten auf den Anstoß. Als der pünktlich um 20.45 Uhr erfolgt, ertönen gleich die ersten Anfeuerungsrufe für die deutsche Mannschaft. Lauter Jubel erhebt sich, als bereits nach wenigen Minuten Lukas Podolski die erste Chance für die deutsche Mannschaft erhält, den Ball aber über das Tor schießt. Das ist für die Fans ein Auftakt nach Maß.

Beinah alle rechnen heute Abend mit einem Sieg der deutschen Fußballnationalmannschaft. „Ich tippe auf einen 2:1 Sieg“, prognostiziert Bürgermeister Frank Emde. Aber auch 3:0, 3:1oder gar 4:1 lauten die optimistischen Einschätzungen der Besucher.

Auch als sich nach einer halben Stunde immer deutlicher zeigt, dass Deutschland zwar das Spiel kontrolliert, im Abschluss aber zu ideenlos agiert, feuern die Fans ihre Mannschaft immer wieder unermüdlich an „Auf geht‘s, Deutschland schießt ein Tor“, schallt es enthusiastisch aus zahlreichen Kehlen. Und lautstarke Proteste löst zudem jedes gegen einen deutschen Spieler verübte Foul aus.

Die Stimmungswogen kollektiv hochschlagen zu lassen, ist für viele ein wichtiger Grund heute Abend hier zu sein. „Tolle Gemeinschaft, super Stimmung und nette Leute ziehen uns immer wieder zum Public Viewing“, erzählen Christel und Ekkehard Kalweit in ihrem Deutschland-Outfit, die seit 2006 kein öffentlich übertragenes Spiel auslassen. „Wir kommen auf jeden Fall wieder“, lautet auch die einhellige Meinung von Stephanie Kowitz und Vanessa Timme mit ihren schwarz-rot-goldenen Cowboyhüten.

Als der Druck der Portugiesen zunehmend stärker wird, quittiert das Publikum jede gelungene Parade von Torhüter Manuel Neuer mit Begeisterung. Ohrenbetäubend werden die Anfeuerungsrufe, wenn die deutschen Spieler zielstrebig nach vorne gehen. Entsetzen dagegen, als kurz vor dem Halbzeitpfiff ein Schuss von Portugals Pepe zunächst gegen die Latte prallt und anschließend glücklicherweise nicht hinter der Linie des deutschen Tores aufschlägt. Erleichtert gehen auch die Fans in die Pause und versorgen sich mit Getränken, Würstchen und Schnitzeln.

Ungebrochen bleibt auch die Euphorie, als die deutschen Fußballer nach einem beherzten Start in die zweite Halbzeit lange Zeit kein Rezept finden, um den Abwehrblock der Portugiesen zu knacken. Frenetischer Jubel erhebt sich schließlich, als Mario Gomez eine Viertelstunde vor Schluss das erlösende 1:0 erzielt. „Einer geht noch, einer geht noch rein“, skandieren die begeisterten Fans und fallen sich gegenseitig in die Arme. Danach wird es für die Deutschen aber noch einmal richtig eng. Während die Superstars Ronaldo & Co einen Angriff nach dem anderen gegen das deutsche Tor starten, zittern die Besucher in der Jahnhalle mit angespannten Gesichtern dem Schlusspfiff entgegen.

Und danach gibt es kein Halten mehr: Mit „Deutschland, Deutschland“ und „Super Deutschland olé“- Gesängen werden die ersten drei Punkte auf dem EM-Konto gebührend bejubelt. Während die einen sich singend und hupend auf den Heimweg machen, feiern die anderen noch in oder vor der Halle und kommentieren das Spielgeschehen. Für die meisten ist klar: Am Mittwoch sind sie beim Public Viewing wieder dabei, wenn Deutschland in Charkow gegen die Niederländer antritt. ▪ Martina Haski

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