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Fusion der Gemeinden steht bevor

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Von: Detlef Ruthmann

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Knapp 30 Gemeindeglieder – auch eine Fraktion aus Rönsahl – waren zur Gemeindeversammlung in die Christuskirche gekommen
Knapp 30 Gemeindeglieder – auch eine Fraktion aus Rönsahl – waren am Montag zur Gemeindeversammlung in die Christuskirche gekommen, bei der das Thema Fusion der Kirchengemeinde Kierspe und Rönsahl im Mittelpunkt stand. © Ruthmann, Det

„Wir können uns das gut vorstellen“, drückte es Pfarrer George Freiwat vorsichtig aus. Und er meinte damit den Zusammenschluss der Evangelischen Kirchengemeinden Kierspe und Rönsahl, die nicht erst seit der Corona-Pandemie gut zusammenarbeiten würden, wie er betonte.

Kierspe - In den beiden Presbyterien war das Thema bereits besprochen worden – pro Fusion und dies einstimmig. Allerdings gibt es noch keine Beschlüsse, weder in Rönsahl noch in Kierspe. Die sollen auf den nächsten Presbyteriumssitzungen jedoch gefällt werden.

Denn Kritik oder Stimmen gegen den Zusammenschluss gab es am Montag bei der Gemeindeversammlung – bei der die Fusion wie schon bei der im Juni auf der Tagesordnung stand – in der Christuskirche nicht. George Freiwat wies darauf hin, dass es auch im Vorfeld bislang keine kritischen Stimmen gegeben habe, „nur Nachfragen“.

Das blieb auch am Montag so, wobei der Pfarrer vorweg betont hatte, dass die Versammlung als Signal verstanden werden sollte. Die Gemeindeglieder sollten die Gelegenheit erhalten, über das Thema Zusammenschluss zu sprechen, Kritik zu äußern oder eben auch Fragen zu stellen.

Sorge um Fortbestand der Gotteshäuser

In dieser Hinsicht wurde lediglich die Befürchtung geäußert, dass Kirchen – in Kierspe und Rönsahl gibt es die Margarethen-, Christus- und Servatiuskirche – geschlossen werden könnten. „Die Kirchen sollten offen bleiben!“, lautete der klare Wunsch. Dazu passte, dass die Anregung an das Presbyterium gegeben wurde, über den Fahrdienst nachzudenken. Dieser war durch die Corona-Pandemie eingeschlafen. Jetzt jedoch wechselten die Gottesdienste zwischen Christus- und Margarethenkirche, dann käme noch die Servatiuskirche hinzu.

Vonseiten des Presbyteriums wurde erklärt, dass man sich bereits Gedanken über das Thema Kirchenschließung mache. Von anderen Gemeindegliedern wurde die Hoffnung ausgedrückt, die Gotteshäuser mit Unterstützung von Sponsoren und anderen halten zu können – mit dem Hinweis, dass man auch das scheinbar Unmögliche geschafft und mit Unterstützung vieler das Gemeindehaus in Vollme gebaut habe. Allerdings seien die Kirchen nicht das Thema, sondern die Fusion von Rönsahl und Kierspe. Dadurch könnten durchaus, so eine Anmerkung, neue (gemeinsame) Stärken entdeckt werden.

Jetzt sind die Presbyterien am Zug

Es liegt nun an den Presbyterien in Kierspe und Rönsahl, ob im kommenden Monat die Beschlüsse für die Fusion gefasst werden. Diese werden dann der Evangelischen Landeskirche zur Prüfung vorgelegt. Pfarrer Freiwat zeigt sich aber zuversichtlich, dass es vonseiten der Landeskirche keine Einwände geben wird. Die beiden Gemeinden könnten sich dann auf den Zusammenschluss am 1. Januar 2024 vorbereiten – mit vielleicht einem großen Fest und Gottesdienst.

Dazu passte auch die Mitteilung von George Freiwat, dass Pfarrer Martin Spindler – der eigentlich im kommenden Jahr in den Ruhestand gehen könnte – mit Unterstützung eines einstimmigen Presbyteriumsbeschlusses seinen Dienst um vier Jahre (bis 2027) verlängern möchte und dadurch weiterhin den Kirchengemeinden zur Verfügung steht.

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