103 Tiere durch Unfälle ums Leben gekommen

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Auch in diesem Jahr standen Ehrungen für langjährige Mitgliedschaften beim Hegering Kierspe-Rönsahl an. So stärken Bettina Heidergott und Michael Käseberg seit 25, Gerd Schnüttgen schon seit 40, Michael Crone und Hans Vedder bereits seit 50 und Werner Schulze wie auch Hans Funke gar schon seit 60 Jahren die Gemeinschaft der Jagdfreunde.

KIERSPE/RÖNSAHL - Auf ein insgesamt unauffällig verlaufenes Jahr konnte die im Hegering Kierspe-Rönsahl vereinte Gemeinschaft der Jäger und Jagdbeauftragten anlässlich ihrer auf Gut Haarbecke stattgefundenen Jahreshauptversammlung zurückblicken.

Von Rainer Crummenerl

Eindeutig und klar die Zielrichtung des Hegerings, der sich den Naturschutz auf die Fahnen geschrieben hatte. Das zog sich als roter Faden durch die Tätigkeitsberichte, die Vorstand und Spartenleiter vor den in großer Zahl versammelten Jagdfreunden erstatteten.

Nachdem eingangs ausführlich über den Stand der Dinge hinsichtlich vorgesehener Änderungen des Landesjagdgesetzes gesprochen worden war (wir berichteten), kam Hegeringsleiter Matthias Heveling auf die Geschehnisse im eigenen Bereich zu sprechen.

So rückten die Jäger beim schon traditionellen Fuchsansitz im Sommer dem Rotrock auf den Pelz. Sie veranstalteten im November wiederum die seit Jahren bewährte gemeinsame Drückjagd unter Beteiligung möglichst vieler zusammenhängender Reviere mit dem Ziel, die auch im heimischen Raum erhebliche Wildschweinpopulation zu dezimieren. Das Ergebnis galt als durchaus gut.

Der gegebene Streckenbericht sagte zudem aus, dass im Rahmen der vorgegebenen Abschussquoten übers Jahr 114 Böcke, 89 Ricken und 79 Kitze gestreckt wurden. 71 Stück Schwarzwild und die stattliche Zahl von 115 Füchsen gingen den Jägern vor die Flinte, ebenso auch zehn Hasen, fünf Marder, 12 Dachse, sechs Waschbären, sowie zehn Enten, 65 Krähen, vier Elstern und 170 Tauben. 103 Tiere, ein etwas geringer Prozentsatz als im Vorjahr, waren als so genanntes Fallwild (Autoverkehr, Grasmahd) zu beklagen.

Gregor Stritschke informierte über geordnete Kassenverhältnisse im Hegering Kierspe-Rönsahl, und über rege Öffentlichkeitsarbeit wusste Obmann Klaus Pokrandt zu berichten. Die wurde unter anderem durch die „Rollende Waldschule“ hergestellt, die Wildhüter hielten durch Waldführung und mit Waldjugendspielen intensiven Kontakt zu den Kiersper Schulen.

Sam Reppel und seine Bläsercrew hatten bei verschiedenen Anlässen die Möglichkeit, die Sparte „Jagdliches Brauchtum“ in Ehren zu halten, und Oliver Land konnte über erfolgreiche Tätigkeit im Hundewesen informieren – wie das in gleicher Weise auch für den von Jan Hettesheimer verfassten Bericht über das Schießwesen galt.

Hoch im Kurs steht der praktizierte Naturschutz im Hegering, so wie er nicht zuletzt im Arbeitskreis Natur- und Biotopschutz unter Leitung von Wilhelm Heveling zum Ausdruck kommt. Biotop- und Feuchtwiesenpflege, vornehmlich auf Naturschützflächen im Wienhagen, Anlage und Rückschnitt von Vogelschutzhecken, ferner die Betreuung eines Krötenschutzzaunes, dies zum Teil in enger Zusammenarbeit mit dem Märkischen Kreis, standen im Fokus, wie es dazu weiter hieß.

Mit der anstehenden Ehrung für langjährige Mitglieder und der Bekanntgabe einiger Termine sowie der von Kreisveterinärarzt Jobst Trapp ausgesprochen Mahnung zur Vorsicht beim Umgang mit dem Fuchs als Überträger des Fuchsbandwurms und der abschließend angesagten Trophäenschau klang die Versammlung aus.

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