Füchelnde Kinder setzen Spielgerät in Flammen

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Die Kunststoffteile des Spielgerätes waren in weiten Teilen komplett weggeschmort. ▪

KIERSPE ▪ Der schwarze Qualm stand über dem Wohngebiet und war weithin sichtbar. „Bis hin nach Werfelscheid“, wie Bauhofeinsatzleiterin Birgit Eschrich berichtete. Sie wurde am Montagabend ebenfalls zum Einsatzort auf dem Kinderspielplatz an der Straße Auf dem Kiss gerufen, wo ein Klettergerüst komplett in hellen Flammen stand.

Weil dieses aus Kunststoffrecyclingmaterial hergestellt war, entstand der dichte dunkle Rauch.

Zum Einsatz gerufen wurde um 17.56 Uhr der Löschzug Stadtmitte der Feuerwehr, der mit einem Fahrzeug und rund zehn Helfern ausrückte, um den Kleinbrand zu löschen. Das klappte mit einem C-Rohr ziemlich schnell. Allerdings war das Mehrzweckspielgerät nicht mehr zu retten. Der Brand war zu spät von Anwohnern bemerkt und dann die Einsatzleitzentrale der Feuerwehr in Lüdenscheid davon in Kenntnis gesetzt worden.

Einsatzleitung bei

Bernd Kriesten

Schon nach einer guten halben Stunde konnte die Einheit unter der Leitung von Löschzugführer Bernd Kriesten wieder ins Gerätehaus abrücken.

Vor Ort war ebenfalls die Polizei, die von Zeugen einen Hinweis auf die Täter bekam. Diese, es handelte sich um zwei Jungen, konnten dann schnell ermittelt werden. Wie die Feuerwehr das schon so eingeschätzt hatte, stellte sich heraus, dass die beiden Kinder beim Fücheln an dem Klettergerüst Kaminanzünder als Brandbeschleuniger eingesetzt hatten. Da es sich um schwer entflammbares Material handelt, das mit einem Feuerzeug allein nicht zum Brennen gebracht hätte werden können, war das Feuer anders auch gar nicht erklärbar.

Jungen von Polizei

ermittelt

Die Jungen verursachten mit ihrer Tat einen Sachschaden von insgesamt 18 000 bis 20 000 Euro, was den Abbruch des alten Spielgerätes und dessen Entsorgung, die Ersatzbeschaffung und die Kosten des Feuerwehreinsatzes zusammen beinhaltet. Derzeit wird die Haftungsfrage noch geklärt. Möglicherweise tritt eine Versicherung ein, ansonsten gilt in solchen Fällen, dass die Eltern für die Kinder haften. Natürlich ist geplant, möglichst schnell ein neues Klettergerüst aufzustellen, so dass Kinder bald wieder dort spielen können. ▪ rh

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