Polizei-Hubschrauber sucht Wald ab

"Hummel" unterstützt Suche: Unfallfahrer flüchtet zu Fuß

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[Update 20. März, 13.30 Uhr] Kierspe - Mit dieser Reaktion hatte der Fahrer eines VW Caddy nicht gerechnet: Nachdem er am Dienstagabend auf der K25 bei Kierspe-Berken mit einem entgegenkommenden 3er BMW frontal zusammengestoßen war, stieg dessen Fahrer aus - und flüchtete zu Fuß in den Wald. 

Nach ersten Erkenntnissen hatte der Fahrer des BMW den Zusammenstoß verursacht. Sein Wagen war gegen 17.45 Uhr offenbar zunächst hinter einer Linkskurve nach rechts von der Fahrbahn abgekommen, hatte sich gedreht und war dann - wieder auf der Straße - mit dem Gegenverkehr kollidiert. Ob und gegebenenfalls wie schwer der Mann bei dem Unfall verletzt wurde, war zunächst völlig unklar. 

Weil die Polizei nicht ausschließen konnte, dass sich der Fahrer möglicherweise in einer hilflosen Situation befinden könnte, wurde zur Unterstützung der Suche ein Hubschrauber angefordert. Die "Hummel" half mit einer Wärmebildkamera bei der Suche in dem Waldstück. 

Gefunden wurde der Mann aber schließlich mit Hilfe seiner Familie. Nach Informationen der Polizeileitstelle konnte so der Kontakt mit dem 25-jährigen Fahrer hergestellt werden. Der Lüdenscheider war bei dem Unfall tatsächlich vollkommen unverletzt geblieben. Warum er flüchtete, blieb am Dienstagabend zunächst unklar. Alkohol sei aber nicht im Spiel gewesen.

Hatte der Fahrer keine Fahrerlaubnis?

Am Mittwoch gab es dann neue Informationen: Auf Anfrage unserer Zeitung teilte die Polizei mit, dass, wenn sich herausstellt, dass es sich bei dem 25-jährigen Lüdenscheider um den Fahrer des 3er BMW handelt, ein Grund für dessen Flucht sein könnte, dass er keine Fahrerlaubnis hat. Die Ermittlungen dauern an.

Caddy-Fahrer mit Schock behandelt

Der Fahrer des Lieferwagens, ein 22-jähriger Mann aus Thüringen, erlitt bei dem Unfall einen Schock; er wurde vom Rettungsdienst behandelt. 

Die Strecke musste für die Unfallaufnahme und für die Bergung der beteiligten Fahrzeuge gute anderthalb Stunden lang voll gesperrt werden. Die Polizei schätzt den Schaden auf 15.000 Euro. 

Die Feuerwehr streute große Mengen ausgelaufener Betriebsstoffe ab und half bei der Ausleuchtung der Unfallstelle.

Frontalcrash auf der K25 - Fahrer flüchtet zu Fuß

Wir berichten weiter.

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