Fritz-Linde-Museum feiert ersten Geburtstag

Marlen Vedder freut sich, dass das Museum auf großes Interesse bei den Kierspern stößt. - Foto: Becker

KIERSPE - Seit einem Jahr betreibt der Heimatverein Kierspe das Fritz-Linde-Museum am Höferhof. Am kommenden Wochenende soll der Geburtstag rund um das Museum gefeiert werden. Und auch für die Zukunft hat sich der rege Kiersper Verein schon einiges einfallen lassen, um neue Besucher zu locken.

Wenn der Wetterbericht hält, was er verspricht, dann kann der Heimatverein zwar mit hohen Temperaturen für sein Fest rechnen, aber auch mit kleinen Schauern. Da ist es wohl eine gute Entscheidung, am Sonntag, 28. Juli, vor dem Fritz-Linde-Museum ein Zelt aufzubauen, in dem die Besucher in Ruhe Grillwürstchen, Salate und kalte Getränke genießen können. Diese soll es nämlich geben, wenn ab 11 Uhr der erste Geburtstag des kleinen Museums am Höferhof gefeiert wird. Nachmittags wird an gleicher Stelle auch Kaffee und selbst gebackener Kuchen angeboten. „Nur so ist es möglich, dass die Besucher sich im Haus die Ausstellung in aller Ruhe anschauen können. Vor allem finden die Gäste dann im Museum Platz, um auch einmal in Ruhe in den Werken lesen zu können“, erklärt Marlen Vedder vom Heimatverein.

Der Eintritt ist an diesem Tag – genau wie bei der monatlichen Öffnung des Hauses, in dem der Heimatdichter Fritz Linde etliche Jahre seines Lebens zubrachte – frei. Um den Unterhalt des Gebäudes von rund 3000 Euro pro Jahr zu finanzieren, bietet der Heimatverein an den Öffnungstagen Kaffee und Kuchen an, gleiches tut er auch, wenn sich Gruppen anmelden. Das waren allein in den vergangenen eineinhalb Monaten drei verschiedene. Vedder: „Und ab September stehen wieder zahlreiche Buchungen im Kalender. Nur im August ist es etwas ruhiger. Das ist aber auch gut so, denn wir müssen noch zahlreiche Ausstellungsstücke und auch Werke aus dem Nachlass, die keinen Platz in der Dauerausstellung gefunden haben, katalogisieren und möglichst vorher auch noch digitalisieren. Vielleicht finden wir dazu ja im kommenden Monat die Zeit.“

Doch mit Kaffee und Kuchen ist ein Besuchstag im Museum für den Heimatverein nicht erledigt. Es ist vor allem Silvia Baukloh, die sich immer wieder die Zeit nimmt, um den Gästen Geschichten aus dem Leben von Fritz Linde und Anni Wienbruch zu erzählen. Denn auch aus dem Nachlass der letztgenannten finden sich zahlreiche Schätze in dem Museum – und natürlich auch ihre vielen Bücher, die sie geschrieben und veröffentlicht hat. „Es ist erstaunlich und erfreulich zu sehen, wie groß das Interesse der Besucher an dem Leben der beiden Schriftsteller ist. Und über einen Mangel an Gästen können wir uns auch nicht beklagen. An einem normalen ersten Dienstag im Monat, an dem wir das Museum nachmittags öffnen, kommen meist deutlich mehr als 20 Besucher“, so Vedder.

Um auch in Zukunft Kiersper in das Haus am Höferhof zu locken, haben sich die Heimatvereinsmitglieder einiges vorgenommen. So ist bereits für Ende August erneut eine Lesung geplant. Die Bilder des Heimatmalers Willi Faßbender sollen gezeigt werden und auch die Puppen und Skulpturen von Silvia Baukloh sollen in dem kleinen Museum präsentiert werden.“ Erfreulich, dass sowohl die Geburtstagsfeier als auch die weiteren Veranstaltungen stattfinden, nachdem das Gebäude einen neuen Anstrich bekommen hat. Diesen haben die Nachbarn Axel Kaczmarek, Dieter Kleiner und Wilfried Müller in ehrenamtlicher Arbeit aufgebracht. Für das Anbringen der Schrift an der Außenwand konnte Rolf Hansen gewonnen werden.

Besucher, die sich für das Werk und Leben der beiden Schriftsteller interessieren, können am Sonntag auch ein neues Buch kaufen, in dem aber auch die Umbauarbeiten und der Betrieb des Museums im ersten Jahr dokumentiert sind. Um keine Kosten für den Heimatverein zu verursachen, gibt es am Tag der Geburtstagsfeier nur einige wenige Exemplare zu kaufen. Allerdings können an diesem Tag weitere Bücher vorbestellt werden, die dann kurz darauf bei Marlen Vedder abgeholt werden können. Der genaue Preis steht derzeit noch nicht fest, wird aber am Sonntag mitgeteilt. - Johannes Becker

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