Frische und erfahrene Ehepaare treffen sich zur Pflanzaktion in Kierspe

Fünf neue Bäume: Heiratswäldchen wächst weiter

Für das fachgerechte Pflanzen eines Baumes hatten die Aktiven des Heimatvereins, nämlich Silvia Baukloh und Hermann Reyher, manchen fachkundigen Tipp parat.
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Für das fachgerechte Pflanzen eines Baumes hatten die Aktiven des Heimatvereins, nämlich Silvia Baukloh und Hermann Reyher, manchen fachkundigen Tipp parat.

Kierspe – Wie es mittlerweile seit vielen Jahren gern geübter Brauch ist, fand am Samstagmorgen auf einer dafür eigens reservierten und im städtischen Besitz befindlichen Wiesenfläche im Quellgebiet des Kerspebaches eine Baumpflanzaktion statt.

Der Heimatverein Kierspe hatte in Verbindung mit der Stadt im Vorfeld alle Brautpaare, die sich im vergangenen Jahr im hiesigen Standesamt das Ja-Wort gegeben haben und auch solche, deren Hochzeitstag bereits 25 oder gar 50 Jahre zurückliegt, zur bleibenden Erinnerung an diesen wichtigen Tag im Leben zum Pflanzen eines Baumes eingeladen.

Diesmal waren fünf Hochzeitspaare, darunter auch ein Silberpaar, der Einladung gefolgt und freuten sich über sachkundige Begleitung beim Pflanzen durch Silvia Baukloh, die Vorsitzende des Heimatvereins, und durch den Naturschutzbeauftragten Hermann Reyher. Mit der nun schon vor mehr als einem Vierteljahrhundert ins Leben gerufenen Baumpflanzaktion hatte der Heimatverein seinerzeit auf einen Brauch aus alter Zeit zurückgegriffen. Denn das Pflanzen eines Baumes gehörte vor Zeiten zu den wichtigen Aufgaben, die ein Mann zu Beginn seines Ehelebens zu erfüllen hatte. Seit Anfang 1987 sind so in diesem Bereich insgesamt mehr als 200 für das heimische Klima geeignete Laubbäume gesetzt worden, vornehmlich Eichen, Buchen, Eschen, Erlen, Ulmen, Kastanien und auch Wildobstgehölze, die sich speziell in der Anwachsphase mit zügigem Wachstum dafür bedanken, wenn ihre „Baumpaten“ hin und wieder nach dem Rechten sehen und besonders in extrem trockenen Sommern wie zuletzt mit einer Wassergabe aus dem nahen Bach zum Gelingen beitragen .

In dem inzwischen rund drei Hektar großen Heiratswäldchen ist seitdem auf diese Weise – lange Zeit unter liebevoller Obhut des vor einigen Jahren verstorbenen Naturfreunds Willi Hoffmann – fast ein richtiger Wald und zudem eine kleine ökologische Oase entstanden. Mittlerweile ist dieses Gelände allerdings weitestgehend bepflanzt, sodass man bereits seit geraumer Zeit mit neuen Pflanzaktionen auf die Nachbarparzelle, den sogenannten Bleichenplatz, ausweichen musste.

Zum Erinnerungsfoto an die gemeinsame Baumpflanzaktion im Kiersper Heiratswäldchen stellten sich die Beteiligten auf.

Diesmal hatten sich die Hochzeiter mehrheitlich für die Eiche und ein Paar für die Blutbuche entschieden. Zur Zeit nicht mehr infrage kommen indes Ulme und auch die Kastanie, die leichter dem Schädlingsbefall ausgesetzt sind.

Schon jetzt gilt als beschlossene Sache, dass die Pflanzaktionen im Heiratswäldchen auch in den kommenden Jahren fortgesetzt werden. Entsprechende Infos für junge (und selbstverständlich auch „gestandene“) Paare gibt es beim Heimatverein und auch beim Kiersper Standesamt.

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