Frische und Qualität überzeugen die Kunden

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Mit seiner üppigen Pflanzenpracht ist Gärtnermeister Karl-Heinz Overhoff aus Witten Händler der ersten Stunde auf dem Kiersper Markt. ▪

KIERSPE ▪ Seit vierzehn Jahren gibt es den Wochenmarkt jetzt bereits in Kierspe am Springer Weg. Jeden Mittwochmorgen von acht bis dreizehn Uhr bieten dort Händler aus der näheren und weiteren Umgebung an Ständen und Wagen den Kunden frische und qualitativ hochwertige Waren an. „Wir möchten ein möglichst breites Angebot vorhalten, aber das ist natürlich ganz wesentlich abhängig von der Anzahl der Kunden, die auf dem Markt einkaufen“, erklärt Helga Eidam, die als Marktmeisterin in Absprache mit der Marktgilde für die Anwerbung der Händler verantwortlich ist.

Ein Händler der ersten Stunde ist Karl-Heinz Overhoff aus Witten-Schnee, der von Frühling bis Advent eine farbenprächtige Palette von Topf- und Schnittblumen für seine Kunden bereithält. „Das meiste stammt aus eigener Zucht. Hohe Qualität und Fachberatung sind mir sehr wichtig“, berichtet der Gärtnermeister, der mit seiner Familie sieben Märkte in der Woche anfährt. Manche seiner Kunden holen regelmäßig frische Sträuße bei ihm, andere kommen hauptsächlich zur Pflanzzeit, um Kästen und Töpfe saisonal zu bestücken. „Ich hole mir jedes Frühjahr gezielt Gemüse- und Blumenpflanzen für meinen Garten. Da ist das Marktangebot einfach unübertroffen“, sagt Claudia Boecker anerkennend.

„Ich mache immer Reklame für den Markt, weil ich die Qualität und die Atmosphäre so toll finde“, erzählt Renate Eckes, die bei Wind und Wetter ihre Einkäufe auf dem Markt erledigt. Neben der Frische und dem guten Geschmack der Waren schätzt sie besonders die Freundlichkeit der Händler: „Es ist irgendwie familiär hier und ich treffe immer nette Leute.“

Obst, Gemüse, Blumen, Brot und manchmal frischer Fisch sind die bevorzugten Waren von Irmgard Krummholz. Für die Rollstuhlfahrerin liegt der Markt quasi um die Ecke und ist damit gut zu erreichen. „Regelmäßiges Erscheinen der Händler ist mir besonders wichtig. Wenn ich hier her komme, möchte ich auch sicher sein, dass ich die Waren bekomme, die ich brauche“, betont sie.

Für Karl-Heinz Rohe aus Engelskirchen ist das selbstverständlich. Seit sechs Jahren finden seine Kunden ihn mit frischem Obst und Gemüse ganzjährig gleich zu Beginn des Springer Weges auf seinem Standplatz. Auch wenn die Frequenz bis Ostern zu wünschen übrig lässt, findet er Kontinuität unabdingbar. „Auf unsere Kunden ist Verlass. Sie kommen ganz gezielt und kaufen saisonal ein“, berichtet er anerkennend.

Hochwertige italienische Delikatessen wie Käse, Wurst, Gebäck, Olivenöl und Essig bietet Helge Vogt aus dem Windecker Ländchen an seinem Stand. Da gibt es im Vorbeigehen immer etwas Leckeres zu probieren. „Meine Kunden haben ein hohes Qualitätsbewusstsein, dem möchte ich unbedingt gerecht werden. Das ist mir wichtiger als Massenkundschaft zu bedienen“, erzählt der Händler, der seit anderthalb Jahren den Kiersper Wochenmarkt bereichert.

Erst neuerdings mit dabei ist Carsten Kürten aus Wipperfürth. „Unsere Fleisch- und Wurstwaren stammen aus eigener Haltung und sind garantiert antibiotikafrei“, verspricht der Landwirt. Interessierten Kunden erzählt er gerne vom neuen Außenklimastall für seine Schweine und dem selbst gemahlenen Hühnerfutter aus Mais, Weizen und Soja. Bereits am ersten Markttag in Kierspe kann er sich über einige Bestellungen freuen.

Vor allem um die Mittagszeit machen die Kunden Station am Stand von Gogo Stojceski. Nachdem es keine Hähnchen mehr auf dem Markt gibt, bietet der junge Mann aus Wildberger Hütte Bratwurst, Bockwurst, Pommes und Kartoffelsalat als schnellen Imbiss an.

Aus Finnentrop kommt Günter Mertens regelmäßig seit acht Jahren mit Frischfisch, Räucherfisch und Marinaden nach Kierspe. Auf Wunsch gibt es bei ihm auch Sonderbestellungen wie Muscheln oder Hummer. „Die Kundenfrequenz könnte allerdings besser sein“, wünscht sich der Markthändler.

„Hier gibt es keine Laufkundschaft, die Kunden kommen gezielt zu bestimmten Ständen, hat Dietmar Harig beobachtet, der seit Frühjahr Schmuck, auf Anfrage auch Naturkosmetik und glutamatfreie Dipp-Gewürze anbietet. Er schätzt die guten Sozialkontakte zu Kollegen und Kunden gleichermaßen. „Auf dem Markt gibt es auf engem Raum eine große Auswahl an Waren. Das wissen ältere aber auch junge Leute zu schätzen“, zählt er weitere Vorteile des Wochenmarktes auf.

„Wenn es uns gelingt, auch den Bäcker zu halten, sind wir ganz zufrieden. Allerdings müssen dann natürlich auch die Kunden unser Marktangebot gut annehmen“, zieht Marktmeisterin Eidam abschließend Bilanz. ▪ Martina Haski

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