Sicherheitskonzept bleibt FWG-Thema

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Die zerstörten Scheiben an der GSK sind Anlass für die Freien Wähler erneut ein Sicherheitskonzept zu fordern.

Kierspe - Die Steinwürfe, die zur Zerstörung von 26 Fensterscheiben an der Gesamtschule führten, ist Anlass für die Freien Wähler, das von ihnen seit Jahren geforderte Sicherheitskonzept erneut zum Thema zu machen.

„Wir haben bereits vor zwei Jahren in dem Antrag zu Erstellung eines Sicherheitskonzept auch Videoüberwachung gefordert. Hätten Verwaltung und die anderen Parteien damals gehandelt, dann könnten wir heute die Täter mit großer Wahrscheinlichkeit identifizieren oder es wäre erst gar nicht zu den Taten gekommen“, sagt der FWG-Vorsitzende Peter Christian Schröder. Doch der Lokalpolitiker beschränkt sich nicht auf den Wunsch nach Überwachungstechnik an den „neuralgischen Punkten“, sondern fordert auch eine rund um die Uhr besetzte Polizeiwache in Kierspe, enge Abstimmung zwischen den für Sicherheit zuständigen Stellen und eine deutliche Ausweitung der Streifenfahrten durch einen privaten Sicherheitsdienst.

„Als vor rund 15 Jahren die Idee für die Beschäftigung eines Sicherheitsdienstes aufkam und dieser gegen Widerstände im Kreis auf den Weg gebracht wurde, sank die Anzahl der Straftaten durch Vandalismus. 2015 hat man sich dann von dem Unternehmen de Blois getrennt und mit MKW einen anderen Wachdienst beauftragt. Der erreicht aber nicht die Qualität und diesem stehen auch nicht mehr die Stunden zur Verfügung, die die Mitarbeiter von de Blois in Kierspe verbrachten“, so Schröder. So sei man von 90 Stunden im Monat auf 50 gegangen. Schröder: „Das reicht aber vorne und hinten nicht.“

Zur Unterstreichung der Dringlichkeit ergänzt FWG-Mitglied Wolfgang Sikora: „Die Menschen in Kierspe sind stark verunsichert, das wird bei Gesprächen immer wieder deutlich. Deshalb muss der Sicherheitsdienst wieder mehr Stunden bekommen. Vor allem müssen die Mitarbeiter aber auch Präsenz zeigen und auch mal aus den Streifenfahrzeugen aussteigen.“

Im Zusammenhang mit dem erneuten Antrag für ein Sicherheitskonzept, der zur nächsten Ratssitzung eingebracht werden soll, spricht Schröder einen weiteren Punkt an, der ihn verärgert: „Ende Februar tagen gleich drei Ausschüsse (Demografie, Senioren und Familie, Schule und Kultur sowie Sport und Jugend) gemeinsam zum Thema Drogen. Einem Thema, an dem wir als Stadt sowieso wenig ändern können. Ein gemeinsames Tagen von Fachausschüssen zum Thema Sicherheit und Vandalismus könnte auf kommunaler Ebene aber sehr wohl etwas bewegen.“

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