Die eigene Zukunft ist das Thema

+
Aufmerksam verfolgten die Schüler der Freien Schule die Präsentation der einzelnen Gruppen.

Kierspe - „Die eigene Zukunft ist ein Thema, das die Kinder und Jugendlichen sehr beschäftigt“, ist sich Stefanie Lambertz sicher. Da lag es nahe, dass sich die Schüler der Freien Schule mit diesem Thema auch in ihrem Unterricht auseinandersetzen. Unter dem Motto „Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit“ beschäftigen sich die Schüler mit verschiedenen Themen, die Auswirkungen auf die Umwelt haben.

Im vergangenen Sommer wurden vier Gruppen jahrgangsübergreifend aus den Klassen sechs bis elf eingerichtet, die sich jeden Freitag treffen, um in ihrem „Fachgebiet“ zu arbeiten. Betreut von den Lehrern Amrei Lumme, Ursula Müller, Rüdiger Kerwin und Stefanie Lambertz beschäftigen sich die Schüler mit Bienen, Abfall, sind handwerklich tätig und erstellen Dokumentationen.

„Dabei soll es nicht nur bei der Theorie bleiben“, so Lambertz. So würde überlegt, ob die Schule zukünftig ein eigenes Bienenvolk anschafft. Bereits im Bau ist derzeit schon ein Insektenhotel. Doch auch bei der Beschäftigung mit dem Abfall und dessen Auswirkungen auf die Natur wollen die Kinder nicht nur die eigenen Gedanken einbringen. Deshalb haben sie nach den Osterferien einen Mitarbeiter der Firma Lobbe eingeladen, um sich von einem Fachmann die Müllverarbeitung erklären zu lassen.

Bei der „Dokumentationsgruppe“ steht das Selbstverständnis der Schüler im Vordergrund, sie orientiert sich dabei an der Frage „Was macht uns als Schule aus?“.

Insgesamt ist das Projekt auf vier Jahre angelegt, so dass einige Schüler in jeder Gruppe das Ende gar nicht mehr erleben werden, da sie zu diesem Zeitpunkt die Schule bereits verlassen haben. Umso wichtiger sind regelmäßige Präsentationen – vor allen Schülern der Freien Schule. Solch eine Darstellung der Projekte fand gestern statt. Da gaben die Schüler einen Einblick in das Leben der Bienen, stellten ihre Erkenntnisse zum Selbstbild in einem Film vor oder ließen kleine Taschen herumgehen, die sie aus alten Schampoo-Flaschen hergestellt hatten.

Lambertz: „Auch außerhalb der Präsentationen kommen die Schüler, die an dem Projekt mitarbeiten, immer wieder zusammen, um sich auszutauschen. Außerdem haben alle Teilnehmer die Möglichkeit, auch mal die Gruppe zu wechseln, um etwas anderes kennenzulernen.“

Als besonders sinnvoll erachtet die Pädagogin die Zusammenarbeit der Schüler aus den verschiedenen Jahrgängen, da durch die unterschiedlichen Kenntnisstände eine vielseitige Betrachtung der einzelnen Themen möglich sei.

Unabhängig von der „Schule der Zukunft“ soll das Umweltbewusstsein auch in anderen Projekten gestärkt werden. So ist eine Teilnahme an den „Plastikpiraten“ geplant. „Dabei sollen die Schüler lernen, dass der Umgang mit unseren Flüssen Auswirkungen auf die Meere hat“, erklärt Lambertz.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare