Statt Vorträge gibt es individuelle Gespräche

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Bei Rundgängen durch die Schule zeigte Geschäftsführer Heiko Kositzki auch den neu gestalteten Naturwissenschaftsraum.

Kierspe - Informationsabende werden von vielen Schulen angeboten. Aber was bei den meisten Bildungseinrichtungen als Vortrag vor mehr oder minder großem Publikum daherkommt, ist in der Freien Schule ein individuell vereinbartes Gespräch.

Am Donnerstag nahmen sich die Lehrer dafür viel Zeit, führten die Eltern durch die Schule und zeigten, wo und wie die Schüler lernen. „Zu uns kommen nicht die Massen“, begründete Geschäftsführer Heiko Kositzki diese persönliche Form der Kontaktaufnahme. Die Schule ist klein, 145 Schüler verteilen sich auf sechs Klassen, die – mit Ausnahme der Abschlussklasse – als Doppeljahrgänge unterrichtet werden. Ihrer Struktur nach ist die Freie Schule eine Gesamtschule, die Mädchen und Jungen lernen vom ersten bis zum elften Schuljahr gemeinsam und schließen die Schule mit der Fachoberschulreife ab.

Der sonst übliche Wechsel nach der vierten Klasse ist deshalb eigentlich nicht vorgesehen, aber natürlich gibt es auch an der Schule in den Erlen eine gewisse Fluktuation. „Das hat viele Gründe,“ erläuterte Kositzki: „Familien ziehen um, Kinder wechseln zum Gymnasium.“ Freie Plätze werden nachbesetzt und darum geht es bei den Elterngesprächen.

"Eltern suchen bewusst eine Schule für ihr Kind aus"

Manche Eltern nutzen die Gelegenheit aber auch, um sich einfach die Schule anzusehen. „Heute waren schon drei Eltern da, deren Kinder ins erste Schuljahr kommen – 2018.“ Besonders ungewöhnlich fand Kositzki das nicht. „Eltern informieren sich heute umfangreicher, sie suchen bewusst eine Schule für ihr Kind aus.“

Zu den Lehrern, die beim Informationsabend Elterngespräche führten, gehörte auch Marc Sotirovic-Schenk (links).

Neben Größe und Gesamtschul-Konzept unterscheidet sich die Schule in freier Trägerschaft vor allem durch ihr ländliches Umfeld. Auf dem ausgedehnten Gelände hätten die Kinder „viel natürlichen Spielraum“.

Auch die Ausstattung der Freien Schule in Kierspe könne sich sehen lassen. Neueste Errungenschaft ist der Naturwissenschaftsraum, der auch für andere Unterrichtsfächer genutzt wird. Eine hochmoderne Abzugsanlage macht es möglich.

Das Aufnahmeverfahren an der Freien Schule gestaltet sich stufenweise. Auf das Erstgespräch mit den Eltern folgt eine Hospitation, bei der auch das künftige Schulkind die Einrichtung kennenlernt. „Kind und Schule müssen zueinander passen,“ sagte der Geschäftsführer dazu. Die letzte Entscheidung liege aber bei den Eltern.

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