Eine musikalische Vesper mit Bläsern und Chor

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Neben dem Bläserchor wirkte in diesem Jahr zum ersten Mal der Chor Cantamus mit. ▪

KIERSPE ▪ Seit zehn Jahren lädt die Freie evangelische Gemeinde am letzten Sonntag im Kirchenjahr, dem Ewigkeitssonntag oder auch Totensonntag, zu einer Bläservesper ein. 2002 wurde damit begonnen – noch in einem ganz kleinen Rahmen. Damals war der Raum vor dem Gemeindesaal noch bestuhlt und dieser Platz reichte völlig aus.

Das hat sich im Laufe der Jahre geändert. Am Sonntagnachmittag war sogar der Gemeindesaal zu klein, also wurde die Empore einbezogen. Und noch etwas hatte sich am Sonntagnachmittag geändert: „Nach zehn Jahren Bläservesper haben wir das Ganze umbenannt in Musikalische Vesper“, führte Ursula Schröder als Moderatorin des Nachmittages aus. „Zudem wirkt neben dem Bläserchor der Freien evangelischen Gemeinde der Chor Cantamus mit. Reduziert wurde hingegen die Anzahl der Moderatoren. Ab diesem Jahre werde ich alleine durch das Programm führen.“

Neben den 17 Bläsern unter der Leitung von Rainer Frutig und Klaus Seuthe wirkten Sonntagnachmittag ferner mit Katrin Schriever am Klavier, Daniel Triches am Schlagzeug sowie Kornelia Kupski an der Orgel. Der Chor Cantamus stand mit 60 Mitwirkenden unter der Leitung von Frank Bisterfeld.

Es waren besinnliche, informative und unterhaltsame 90 Minuten, die das Programm versprach. Gleich zu Beginn wurde es sehr „modern“ mit der „Prélude“ von Gabriel Pierné. Er schöpft die Möglichkeiten der Orgel voll aus und schafft einen Klangteppich, der den Zuhörer regelrecht „einwickelt“. Mit zwei Stücken aus „Paulus“ von Felix Mendelssohn Bartholdy machte der Chor Cantamus schon neugierig auf das am 28. April 2013 in der Kirche St. Josef stattfindende Konzert. Mit Spirituals wurde dann ein völlig neues Klangbild erschaffen. Bläserchormitglied Klaus Seuthe hatte eigens für die Bläser „Deep river“ neu arrangiert. Den Part am Schlagzeug übernahm Daniel Triches, der vielen von seinem Einsatz in der Kiersper Big Band bekannt sein dürfte. „Das wahrscheinlich am meisten gespielte Traditional auf Beerdigungen dürfte „Just a closer walk‘ sein“, informierte Ursula Schröder und las als Kontrast zur Jazzmusik das „Herbstgedicht“ von Rainer Maria Rilke, welches für sie Parallelen aufzeigt.

Sätze aus dem Oratorium Paulus, „In my father’s house“ von Harry Belafonte sowie weitere Choräle boten eine abwechslungsreiche musikalische Mischung. Gemeinsam mit Chor, Bläsern, Orgel und Gemeinde schloss die Musikalische Vesper mit „Der Tag mein Gott ist nun vergangen“ von Clement Scholefield.

Nach der Vesper verließen die Besucher nicht sogleich das Gemeindehaus. Gelegenheit miteinander ins Gespräch zu kommen war noch ausführlich gegeben.

Gertrud Goldbach

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