20. Geburtstag der freien Enzyklopädie

2003 taucht Kierspe in Wikipedia auf

Luftbild Kierspe - Wikipedia
+
Auf der umfangreichen Kiersper Seite der freien Enzyklopädie Wikipedia gibt es ebenfalls ein Luftbild von der Volmestadt mit der Margarethenkirche im Zentrum.

„Kierspe ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen, Deutschland. Sie liegt im westlichen Sauerland und gehört zum Märkischen Kreis.“ Dies wäre früher der maximale Eintrag in einer Enzyklopädie gewesen, die aus 18, 20 oder mehr Bänden bestehenden dicken Lexika gewesen.

Kierspe - Das Internet hat jedoch sehr viel verändert: Dort gibt es seit nunmehr 20 Jahren eine digitale Version, die heute mit jedem Rechner, Tablet oder Smartphone mit Zugang zum weltweiten Netz aufgerufen werden kann: Wikipedia.

In dieser freien Enzyklopädie, in der jeder mitarbeiten und Beiträge einstellen kann, sind natürlich auch vielfältige Informationen über die Volmestadt zu finden – und dies mittlerweile seit mehr als 17 Jahren. Denn der erste Eintrag über Kierspe in Wikipedia stammt vom 26. Oktober 2003. In der Folgezeit wurde die Wikipedia-Seite von Kierspe bis heute kontinuierlich ausgebaut – die letzte Aktualisierung datiert vom 6. Dezember vergangenen Jahres.

Infos auf der ganzen Welt abrufbar

Jedermann auf der ganzen Welt, egal, ob in Sidney, Osaka oder Rio de Janeiro, kann sich daher innerhalb kürzester Zeit mithilfe von Wikipedia über die geografische Lage, Flächennutzung, Stadtgliederung oder die Kiersper Geschichte ebenso informieren wie über den Gemeinderat, den Bürgermeister, das Wappen oder die Städtepartnerschaften. Ebenso spielen die Kultur in und die Sehenswürdigkeiten der Volmestadt eine Rolle.

Die Angaben „Wirtschaft und Infrastruktur“ reichen von Straßen-, Bus-, Flug- und Zugverkehr über Medien – dort taucht neben Radion MK natürlich auch die Meinerzhagener Zeitung auf – öffentliche Einrichtungen bis hin zur Bildung. Selbstverständlich dürfen die „Söhne und Töchter der Stadt“ und „die Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben“ nicht fehlen.

Die Margarethenkirche, die Servatiuskirche, der Raukbrunnen, die Kirche St. Josef , das Reidemeisterhaus Voswinkel, der Schleiper Hammer und der Wienhagener Aussichtsturm zählen zu den besonderen beziehungsweise herausragenden Kiersper Gebäuden, die aufgelistet und vielfach mit Bildern dargestellt werden. Natürlich gibt es noch genügend Raum, um weitere Bilder hinzuzufügen, beispielsweise vom Volme-Freizeitpark oder vom neuen Denkmal Christuskirche.

Seit 17 Jahren gibt es in Wikipedia Informationen über die Stadt Kierspe.

Denn zweifellos zählt die Möglichkeit, Links auf andere (gesonderte) Einträge oder Informationen zu setzen, ein riesiger Vorteil der digitalen Enzyklopädie gegenüber der althergebrachten in Papierform. Ein weiterer Bonus: Kleine Zusatz-Infos mit oder ohne Bild ploppen auf, wenn man mit dem Mauszeiger über den farblich gekennzeichneten Link fährt. Ebenso sind Erweiterungen und Aktualisierungen in Wikipedia jederzeit möglich und dann schnell verfügbar – Bücher müssten erst wieder neu aufgelegt und gedruckt werden. Dass Fritz Linde (plattdeutscher Heimatdichter) und Roger Schmidt (Fußballtrainer) zu den „Töchter und Söhnen der Stadt“ gehören, dürfte dem ein oder anderen vielleicht bekannt sein. Mit in diese Liste gehören aber ebenso Friedrich Richard Plate (Maler), Trini Trimpop (Musiker und Gründungsmitglied der Band Die Toten Hosen), Martin Keune (Schriftsteller) und Detlef Landeck (Jazzmusiker). Kinderbuchautorin und Volksschullehrerin Anni Wienbruch, Bildhauer Waldemar Wien und Turner Günter Lyhs gehören zu den bekannten „Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben“.

Eintrag kann aktualisiert werden

Eisenhütte, Pulverfabrikation, Kerspetalsperre und Gesamtschule sind einige wenige der zahlreichen Querverweise, die auf der Wikipedia-Seite über die Stadt oben an der Volme informieren. Und dass eine Fortschreibung dieser Seite in der freien Enzyklopädie fast schon zwangsläufig durchgeführt werden muss, zeigt ein Beispiel: Fast 3400 Hektar oder 47,4 Prozent der nahezu 72 Quadratkilometer großen Stadt sind als Wald ausgewiesen – der Borkenkäfer hat aber dafür gesorgt, dass an vielen Stellen keine Bäume mehr stehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare