Am Hülloch in Kierspe

Neue Attraktion im MK: Hier ist bald Freiklettern möglich

Das Freiklettern kann im nächsten Jahr in Angriff genommen werden (Symbolbild).

Der Märkische Kreis wird im kommenden Jahr um eine Attraktion reicher werden und zwar um das Freiklettern am Hülloch in Kierspe.

Kierspe - Die großen Hürden, wie es Eigentümer Peter Feltens bezeichnet, sind übersprungen: Sowohl der Geologische Dienst in Krefeld als auch die Umwelt- und Naturschutzbehörde des Märkischen Kreises haben grünes Licht für die Einrichtung von Kletterrouten – zwischen 15 und 20 sollen es werden – an dem Felsen im Naturdenkmal Hülloch gegeben.

Nachdem auch die Bedenken der Speläogruppe, deren Mitglieder die Höhle erforschen, laut Feltens ausgeräumt werden konnten, wurde vor wenigen Wochen eine Kooperationsvertrag zwischen dem Märkischen Kreis, dem Deutschen Alpenverein (DAV) und dem Besitzer des Hüllochs unterzeichnet.

Vom DAV in Person von Markus Pempe ging die Initiative für das Freiklettern am Hülloch aus. Vor acht Jahren, erinnert sich Pempe, habe er den ersten Versuch unternommen, eine Genehmigung für das Freiklettern zu erhalten.

Aber während Besitzer Feltens das Vorhaben unterstützte und es nach wie vor als „sinnvolle Ergänzung“ sieht, stieß der passionierte Kletterer bei den Behörden auf Ablehnung. Das hat sich vor zwei Jahren geändert: Der Geologischen Dienst in Krefeld, der den ehemaligen Steinbruch zum Naturdenkmal erklärt hatte, steht einer Nutzung als Kletterfelsen positiv gegenüber. Schließlich halten die Kletterer den Felsen von Bewuchs frei, sodass seine Besonderheiten besser zur Geltung kommen und den pädagogischen Aspekten des Naturdenkmals Rechnung getragen wird.

Das Freiklettern am Hülloch kann im nächsten Jahr in Angriff genommen werden. Darüber freuen sich Peter Feltens, Frank Emde, Dominik Rode, Friederike Schriever, Torsten Rath, Markus Pempe und Olaf Stelse (von rechts).

Auf dieser Grundlage wurde die Idee zu einem Leader-Projekt und dies erfolgreich. Die LAG (Lokale Aktionsgruppe) akzeptierte das rund 12.000 Euro teure Vorhaben einstimmig, sodass nun Fördermittel von etwa 8000 Euro dafür zur Verfügung stehen. Da mittlerweile auch die Stiftung der Sparkasse Kierspe-Meinerzhagen das Projekt als Sponsor mit 1500 Euro sponsert, muss die Sektion Lüdenscheid des DAV vergleichsweise geringe finanzielle Mittel, jedoch einiges an Eigenarbeit leisten, um aus dem Hülloch einen Kletterfelsen zu machen.

Naturkletterfelsen seien sehr selten, wissen die Sponsoren, daher freuen sie sich, dass es bald solch einen in Kierspe gibt. Und dass das Interesse am Klettern zunehme, würden der Bau von immer mehr Kletterwänden belegen. Unterstützung fanden Pempe und der DAV nicht nur bei der Sparkassenstiftung – Sparkassenvorstandsmitglied Torsten Rath und Dominik Rode von der Stiftung übergaben jetzt die Spende – , sondern auch bei Regionalmanagerin Friederike Schriever, die hilfreiche Informationen lieferte.

Ebenso mussten natürlich eine Artenschutzprüfung durchgeführt und letztlich ein entsprechender Antrag an den Märkischen Kreis formuliert werden. Dies ist mithilfe von Annette Steinbach, Naturschutzreferentin der DAV-Sektion Lüdenscheid, und Joachim Fischer, hauptamtlicher Mitarbeiter im DAV-Landesverband, geschehen, sodass abschließend ein öffentlich-rechtlicher Vertrag mit dem Eigentümer sowie der Speläogruppe Sauerland abgeschlossen werden konnte, der alle Interessen ausgewogen berücksichtigt.

Kierspe werde freizeitmäßig weiter ausgebaut, freuen sich Bürgermeister Frank Emde und Beigeordneter Olaf Stelse, dass dieses Leader-Projekt bereits im kommenden Jahr in die Tat umgesetzt werden kann und dies auch mithilfe von Sponsoren. Denn die Attraktion „Freiklettern am Hülloch“ werde nicht nur Kiersper ins Naturdenkmal locken, sondern auch viele andere.

Im Frühjahr geht’s los

Die Grundlagen sind nun gelegt, sodass die Kletterer – fremde Kletterer, die nicht zum Deutschen Alpenverein gehören, haben Markus Pempe bereits ihre Hilfe angeboten – den Felsen im kommenden Frühjahr von nachgewachsenen Pflanzen und von losem Gestein befreien sowie die Kletterrouten einrichten.

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