Stets bereit wie eh und je, heute brennt die KFD

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Karneval in St. Josef: Nichts hielt die Frauen auf ihren Stühlen bei der Polonaise.

Kierspe – „Stets bereit wie eh und je, heute brennt die KFD“. Dieses Motto hatten sich die jecken Karnevalistinnen der katholischen Gemeinde St. Josef für ihren diesjährigen Karneval gegeben.

Heiß her ging es dann den ganzen Abend. Schon bei ihrem Einzug kamen die Akteurinnen, ausgerüstet mit Wassereimer, Wasserspritze, Helm und Schutzkleidung auf die Bühne. Den Feuerwehrsong „Atemschutz“ stimmten sie an, frei interpretiert nach einem Helene-Fischer-Song.

Auf den Plätzen hielt es jetzt keine Frau mehr, sie sangen und klatschten mit den Feuerwehrfrauen im Takt. Um die Feuerwehr drehte sich an diesem Abend alles, auch ein Feuerwehrstreik. Kein Weihnachtsgeld, keine Lohnerhöhung, das hatte die Wehrmänner unzufrieden gemacht. So beschlossen sie, beim nächsten Einsatz einfach zu streiken. Kein gutes Zureden des Einsatzleiters half, bis er seinen Kollegen steckte, was in Flammen stand. So schnell konnte im Saal niemand gucken, wie die Wehrmänner Richtung Rönsahl düsten. In der Gaststätte „Zur feurigen Krähe“ erlebte das Publikum, dass auch das Verzehren von Bier nicht nur kritikwürdig ist, sondern auch seine Vorteile haben kann.

Ausgelassene Stimmung in Sankt Josef

So löste an dem Abend ein Sketch den anderen ab, eine Büttenrede die nächste. Spaß hatten die rund 120 Frauen alle. Zwischendurch gab es kleine Tanz- und Schunkelpausen, in denen Jürgen Hardes am Keyboard den Frauen einheizte. Sie brauchten nicht lange auf die Tanzfläche gebeten werden, schon drängten sie sich dicht an dicht auf ihr und feierten fröhlich. Viele von ihnen kamen in Gruppen und hatten sich einheitliche Kostüme ausgedacht. So war eine Gruppe Künstlerinnen unter ihnen, die ihre Pinsel noch an der Baskenmütze befestigt hatten.

Für ein besseres Klima sorgte eine Gruppe aus Meinerzhagen, die als Bäume das Kohlendioxid im Saal in Sauerstoff umwandelten. Aber auch die karnevalserprobten Heinzelmännchen, Marienkäfer oder Indianerinnen waren auszumachen. Bis kurz vor Mitternacht ging das jecke Programm im Gemeindehaus und danach war noch lange nicht Schluss. Einige Unentwegte feierten noch weiter, so lange, bis Jürgen Hardes sein Keyboard ausschaltete. 

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