Frauen beweisen weltweite Solidarität

In farbenfrohen Trachten setzten die Frauen die Lesung aus der Apostelgeschichte in Szene.

KIERSPE ▪ „Alles, was Atem hat, lobe Gott“, unter diesem Motto stand der gestrige internationale Weltgebetstag, der auch von den Frauen in Kierspe begangen wurde. Mitglieder der katholischen und der evangelischen Kirchengemeinde sowie der Freien evangelischen Gemeinde zelebrierten gemeinsam den Tag, der diesmal das Gastland Kamerun in den Fokus rückte. Zur ökumenischen Auftaktveranstaltung nachmittags im großen Saal der Freien evangelischen Gemeinde kamen rund 60 Frauen zusammen.

Ein neunköpfiges Team aus Frauen aller drei Gemeinden unter der Leitung von Ingrid Schmidt hatte die Gestaltung des Nachmittages übernommen. Nach einem Ansingen, bei dem sich die Frauen mit den Liedern des Weltgebetstages vertraut machten, feierten alle gemeinsam jenen Gottesdienst, den Frauen aus dem zentralafrikanischen Land eigens vorbereitet hatten. Die Kiersperinnen hatten sich dazu teilweise in für Kamerun übliche Tracht gehüllt. Abwechselnd sprachen sie Gebete. Tenor: „Wir erheben unsere Stimmen und tanzen, um Gott für unsere Erfolge zu loben und für alles, was wir erreicht haben.“

Zur Lesung aus der Apostelgeschichte über eine Sklavin, die von ihren Besitzern ausgebeutet wurde, agierten die Frauen szenisch und verdeutlichten den Zuschauern so den biblischen Text. Gesänge und Tänze belebten den Auftakt des Weltgebetstages weiter. Pfarrerin Golkaria Nainggolan predigte. Später waren alle Frauen im Foyer eingeladen, Kaffee zu trinken, über das Erlebte ins Gespräch zu kommen und sich über Kamerun zu informieren. Dazu waren zahlreiche Gegenstände, darunter Schmuck und Lebensmittel, ausgestellt.

Mit der Kollekte des diesjährigen Weltgebetstages werden sowohl Projekte in Kamerun als auch – aus aktuellem Anlass – die Menschen in Haiti unterstützt. Im Jahr 2009 bewilligte das Deutsche Weltgebetstagskomitee Mittel für insgesamt 128 Projekte in 48 Ländern und stellte dafür fast 2,8 Millionen Euro zur Verfügung.

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