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Wenn vermeintlich „Bekannte“ zu Tätern werden: Altenaerin und Kiersperin neue WhatsApp-Opfer

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Von: Frank Zacharias

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So sieht eine typische Betrugsnachricht in WhatsApp aus
So sieht eine typische Betrugsnachricht in WhatsApp aus. © Polizei MK

WhatsApp-Betrüger haben ihre Aktivitäten auch in der Region offenbar verstärkt. Wie die Polizei mitteilte, waren sie bei einer 48-jährigen Altenaerin und einer 55-jährige Fröndenbergerin sehr erfolgreich. Beide überweisen Geld. Zuvor hatte bereits eine 64-jährige Kiersperin Geld transferiert.

Kierspe/Altena – Die Masche funktioniere seit Monaten, wie die Polizei berichtet: Auf dem Smartphone der Opfer landet eine Nachricht, in der sich ein Unbekannter als Sohn oder Tochter ausgibt. Er schreibt, dass er eine neue Handynummer habe, weil das alte Handy kaputt sei oder gestohlen wurde.

Dann kommen sie sehr schnell auf das Thema Geld: Sie müssten dringend eine Rechnung bezahlen und bitten um rasche Hilfe. Wenn sie merken, dass ihr Betrug funktioniert, legen die Betrüger umgehend nach und fordern weitere Überweisungen.

Drei Überweisungen auf unterschiedliche Konten

„Die 48-jährige Altenaerin veranlasste insgesamt drei Überweisungen auf unterschiedliche Konten, bevor sie stutzig wurde, weil der angebliche Sohn Dinge schrieb, die einfach nicht stimmen konnten. Die dritte Überweisung scheiterte. Dennoch blieb ein vierstelliger Schaden“, berichtet die Polizei. Eine 55-jährige Fröndenbergerin bekam am Montag eine Nachricht, die angeblich von ihrer Tochter stammte. Auch sie überwies hilfsbereit eine vierstellige Summe. Am nächsten Tag kam auch in diesem Fall eine Nachforderung. Bevor sie auch dieser nachkam, traf sie ihre Tochter.

Kiersperin schöpfte Verdacht

Eine 64-jährige Kiersperin konnte nach der ersten Nachricht nur eine dreistellige Summe überweisen. Die Nachricht stammte angeblich von der Freundin ihres Sohnes. Doch auch hier arbeiteten die Täter nach: Sie forderten am Montag Nachschlag per „Echtzeitüberweisung“. Die Kiersperin gab nur einen „normalen“ Überweisungsauftrag bei ihrer Bank ab. Sie schöpfte dann aber doch Verdacht, rief die echte Freundin ihres Sohnes an und der Schwindel flog auf. Sie konnte die Transaktion noch stoppen, musste dafür allerdings eine Gebühr zahlen. Das Besondere an diesem Fall: Im Display des Handys erschien der angebliche Name der Freundin – allerdings in falscher Schreibweise.

Weitere Empfänger der Nachricht in Hemer, Menden, Meinerzhagen und Iserlohn erkannten den Betrug, blockierten die Absender-Nummer und erstatteten ebenfalls Anzeige bei der Polizei. Eine 71-jährige Iserlohnerin und eine 61-jährige taten etwas sehr Vernünftiges: Sie riefen vor einer Überweisung ihren echten Sohn bzw. ihre echte Tochter unter seiner/ihrer bekannten Nummer an. So flog der Schwindel auf.

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