Bürgermeister verteidigt Mitarbeiter und Maßnahme

Bürgermeister Frank Emde verteidigt die Zusammenlegung der Sachgebiete Soziales und Ordnung.

Kierspe - „Ich verstehe die Aufregung über die Zusammenlegung der Sachgebiete Ordnung und Soziales unter einer Leitung nicht. Wir haben damit lediglich einen Hinweis des Gemeindeprüfungsamtes aufgenommen“, sagt Kierspes Bürgermeister Frank Emde im Gespräch mit unserer Redaktion.

„Mit ihm wurden wir darauf aufmerksam gemacht, dass die gleiche Aufgabenerfüllung andernorts zum Teil ineffizienter, zum Teil aber auch effizienter erreicht wird. Nun wollen wir prüfen, ob wir uns an die Kommunen angleichen können, die die Aufgaben effizienter erledigen“, stellt Emde seine Sicht noch einmal dar.

Emde bezeichnet die Maßnahme als personenunabhängig – und es könne auch keine Rede davon sein, dass jemals in einem der beiden Sachgebiete ein „lauer Job“ erledigt worden sei. Wie wichtig man die Aufgaben im Bereich Soziales erachte, zeige sich auch daran, dass der Punkt „demografischer Wandel“ aufgrund seiner Bedeutung mit gleicher Stundenzahl dem Sachgebiet Stadtentwicklung zugeordnet worden sei.

„Außerdem ist die Zusammenlegung auf ein Jahr begrenzt. Im kommenden Jahr werden wir mehr wissen – und dann hat der Hauptausschuss zu entscheiden, ob es bei der Zusammenlegung bleibt oder nicht. Jetzt geht es erst einmal darum, mit dieser Maßnahme keine neuen Ausgaben auf der Kostenseite zu schaffen“, so Emde weiter, der den Bürgermeisterkandidaten Jörg Hentschel auffordert, zu sagen, wo gespart werden solle, wenn er der Stadtverwaltung vorwerfe, am falschen Ende zu sparen: „Diese Aussage ist er bislang schuldig geblieben.“

Ganz deutlich wird Emde bei seiner „Erwiderung“, wenn es um die Mitarbeiter geht: „Ich finde es überaus respektlos, den Beigeordneten als Gehilfen des Bürgermeisters zu bezeichnen. Olaf Stelse ist ein von mir sehr geschätzter Kollege, mit dem ich und alle anderen Mitarbeiter der Verwaltung vertrauensvoll zusammenarbeiten können. Ich hoffe, dass sich eine solche Respektlosigkeit im Falle einer Wahl von Herrn Hentschel nicht auf alle Mitarbeiter der Verwaltung ausdehnt.“ - von Johannes Becker

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