Fotovoltaik: Mehr Anlagen in Kierspe

„Kierspe4Future“ ruft Stadt zur Teilnahme am „Wattwettbewerb“ auf

Die Gruppe „Kierspe4Future“ möchte, dass sich die Stadt Kierspe an dem Wattwettbewerb beteiligt und hat über ihr Mitglied Nadja Jacobs einen entsprechenden Antrag gestellt.
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Die Gruppe „Kierspe4Future“ möchte, dass sich die Stadt Kierspe an dem Wattwettbewerb beteiligt und hat über ihr Mitglied Nadja Jacobs einen entsprechenden Antrag gestellt.

Den Ausbau der Fotovoltaik stark und schnell voranzutreiben, ist das Ziel eines Wettbewerbs, an dem sich auch die Stadt Kierspe beteiligen sollte, so wünscht es sich zumindest Nadja Jacobs, die für die Ortsgruppe „Kierspe4Future“ einen entsprechenden Bürgerantrag gestellt hat, über den in der Ratssitzung im Juni beraten werden soll.

Kierspe - Ins Leben gerufen wurde der sogenannte Wattwettbewerb von „Fossil Free Karlsruhe“ und den „Parents For Future Germany“. Die beiden Organisationen formulieren das Ziel des Wettbewerbs folgendermaßen: „Das Hauptziel der Städte-Challenge ist es, die Energiewende durch den Ausbau der Fotovoltaik in den Städten stark zu beschleunigen und damit einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz im Rahmen des Pariser Klimaschutz-Abkommens von 2015 zu leisten.“

Neue Programme

Der Wettbewerb würde, so die Organisatoren, dazu anregen, neue lokale Programme für den dezentralen Ausbau der Fotovoltaik zu entwickeln oder bestehende Programme weiterzuentwickeln. Einen Gewinn in Form eines Preisgeldes oder ähnliches loben die Veranstalter nicht aus, stattdessen schreiben sie: „Das große Ziel der Städte-Challenge ist es, einen wesentlichen Beitrag zur Energiewende und damit direkt zu den Klimaschutzzielen des Pariser Abkommens zu leisten. Damit sind alle teilnehmenden Städte Gewinnerinnen, da sie Verantwortung für ihre Bürgerinnen und Bürger übernehmen.“

Die teilnehmenden Städte werden in zwei Gruppen aufgeteilt: in Großstädte mit mehr als 100 000 Einwohnern und Städte mit weniger als 100 000 Einwohnern. Um teilzunehmen muss die jeweilige Stadt die Zahl der Fotovoltaikanlagen, die am 12. Februar dieses Jahren bestanden haben, melden. Außerdem muss die installierte Nennleistung dieser Anlagen genannt werden.

Wettbewerb läuft

Offiziell gestartet ist der Wattwettbewerb bereits am 21. Februar, doch nach Auskunft von Nadja Jacobs ist auch ein späterer Einstieg problemlos möglich.

Im Verlauf des Wettbewerbs melden die teilnehmenden Städte einmal monatlich die Nennleistung ihrer Anlagen im Stadtgebiet. Der Wettbewerb endet, wenn die erste Großstadt ihre installierte Fotovoltaikleistung verdoppelt hat.

Jacobs weist in ihrem Antrag darauf hin, dass sich die Kommune ja bereits im Rahmen ihres Klimaschutzkonzeptes dem Thema Fotovoltaik angenommen habe. „Wie aus dem Konzept ersichtlich, besteht ein bedeutendes Potenzial in Kierspe für Dachflächen als auch Freiflächen, was den Fotovoltaikausbau betrifft“, schreibt Jacobs.

Klimamanager

Gerade was Letzgenanntes angeht, bestätigt auch die Stadt Kierspe, die in ihrem Schreiben an die Mitglieder der Gruppe „Kierspe4Future“ mitteilt: „Sie haben bereits richtigerweise den Hinweis auf das verabschiedete Klimaschutzkonzept gegeben, in dem auf das Potenzial der Nutzung von Fotovoltaik eingegangen und insbesondere konkrete Maßnahmen zum Ausbau der Solarenergie beschrieben werden. Mit Hilfe dieses Konzepts kann der Klimaschutzprozess gesteuert und gestaltet werden.“

Allerdings teilt die Verwaltung auch mit, dass sie das Projekt gerne in die Hände des neuen Klimaschutzmanagers geben möchte, der von der Kiersper Stadtverwaltung derzeit gesucht wird. „Dieser könnte dann ab Sommer den möglichen Wettbewerb begleiten“, so die Stadtverwaltung.

Rat entscheidet

Ob es aber letztlich zu einer Beteiligung der Stadt Kierspe an dem Wattwettbewerb kommt, wird der Rat in seiner Sitzung am Dienstag, 22. Juni, entscheiden.

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