Teure Pläne

Gesamtschule Kierspe: Stadt möchte Forum neu gestalten

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Geht es nach der Stadt, wird das Forum neu gestaltet – zumindest dann, wenn es Fördermittel gibt. Gibt es keine, soll zumindest die Brachfläche, die durch den Abriss der Sporthalle entstanden ist, neu gestaltet werden.

Kierspe – Das Forum ist Zeugnis einer Architektur der späten 1960er-Jahre. Die Stadt würde die Fläche unterhalb der Gesamtschule gerne neu gestalten und damit auch die Brachfläche, die nach dem Sporthallenabriss entstanden ist, beseitigen. Doch dazu braucht sie einen langen Atem.

Die Pläne liegen auf dem Tisch. Mehr Grün und weniger Beton wünschen sich die Kiersper für die Gestaltung des Forums. Im Rahmen eines Aufrufs der Stadtverwaltung, Vorschläge für eine Neugestaltung einzureichen, wurde klar, dass sich die, die sich von dem Aufruf angesprochen fühlten, „einen Ort der Begegnung, einen Ort zum Wohlfühlen und Verweilen“ wünschen, möglichst mit Sitzplätzen.

Doch ob diese Wünsche umgesetzt werden, hängt davon ab, ob die Stadt Kierspe genügend Geld bekommt. Bereits in den Jahren 2017 und 2018 hatte sie Fördermittel aus dem Landesprogramm „Investitionspakt“ beantragt, war aber nicht zum Zuge gekommen. Im Februar dieses Jahres hat die Stadt einen neuen Antrag gestellt. Entschieden wird über diesen im Juli.

Im Hauptausschuss, der vergangene Woche tagte, wurde das Forum aber noch einmal kurz Thema, weil Marc Voswinkel (SPD) nach dem Stand der Dinge fragte. Letztlich konnte Bürgermeister Frank Emde aber auch nur sagen, dass man sich erneut beworben habe.

Noch zwei Chancen auf Förderung

Sollte man auch dieses Jahr kein Geld bekommen, gebe es im kommenden Jahr noch eine Chance bei dem auf vier Jahre angelegten Förderprogramm zum Zuge zu kommen. „Sollten wir dann auch nicht zum Zuge kommen, müssen wir bei der Brachfläche tätig werden.“

Fast drei Jahre ist es her, dass die Kleine Sporthalle abgerissen wurde.

Im Gespräch mit der Meinerzhagener Zeitung machte Emde aber noch einmal deutlich, dass er in erster Linie auf das Förderprogramm setze – alleine schon aus Kostengründen. Sollte es Fördermittel geben, dann bekäme die Stadt 90 Prozent der Kosten erstattet. Bei geschätzten 1,3 Millionen Euro Umbaukosten müsste die Stadt demnach 130.000 Euro selbst aufbringen. „Wenn wir die Fläche, auf der die alte Sporthalle stand, selbst umgestalten müssen, dann wird das rund 250.000 Euro kosten. Anders ausgedrückt, sparen wir bei einer geförderten Maßnahme rund 120.000 Euro“, erklärt Emde.

Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass durch die Bürgerbeteiligung im Frühjahr die Chance auf Förderung steigen. Klar ist schon jetzt: Wenn es zu einer Umgestaltung des Forums kommt, dann soll diese so vandalismussicher wie möglich werden. Möglichst gebaut werden sollen ein Theaterbereich, Rampen, um die Barrierefreiheit zu gewährleisten, und Flächen, die von Skatern genutzt werden können.

Der Wunsch nach einem Grillplatz wird wohl aus „hygienischen“ Gründen nicht umgesetzt. Auf jeden Fall soll es viel Grün geben. Dieses soll aber so angepflanzt werden, dass im Brandfall ein ungehindertes Arbeiten der Feuerwehr – auch mit der Drehleiter – gewährleistet ist.

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