Gleichstellung verwirklicht

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Die Gleichstellung von Frau und Mann ist in der Stadtverwaltung verwirklicht, denn 50 Prozent und mehr sind Frauen.

Kierspe - Noch vor drei Jahren hieß er Frauenförderplan, ehe durch eine Gesetzesänderung dieser zum Gleichstellungsplan wurde, der auch in Kierspe alle drei Jahre fortgeschrieben wird.

Die Mitglieder des Hauptausschusses und des Stadtrats werden in ihren Sitzungen am 19. November und am 26. November nicht nur den laut Landesgesetz geforderten Bericht, der zusammen mit der Gleichstellungsbeauftragten Regina Semeraro erstellt worden ist, hören, sondern sich auch mit der Fortschreibung des Plans beschäftigen.

Datenerhebung bekräftigt Aussagen

Für die Gleichstellungsbeauftragte „ist eine Mitwirkung bei allen Vorhaben und Maßnahmen der Gemeinde vorgesehen, die die Belange von Frauen berühren oder Auswirkungen auf die Gleichberechtigung von Frau und Mann und die Anerkennung ihrer gleichberechtigten Stellung in der Gesellschaft haben“. Wie Regina Semeraro in ihrem Bericht schreibt, sei sie an allen Personalentscheidungen und auch Neuanstellungen rechtzeitig beteiligt worden.

Das Ergebnis einer Datenerhebung bekräftigt ihre Aussagen: In allen Breichen der Stadt Kierspe beträgt der Frauenanteil 50 Prozent und mehr – bis auf zwei Ausnahmen, und zwar bei den Führungskräften und im Bauhof. Nach der jüngsten Datenerhebung sind von den aktuell 108 Beschäftigten der Stadt Kierspe – davon 26 Teilzeitbeschäftigte mit mindestens 50 Prozent der regelmäßigen Arbeitszeit sowie acht geringfügig Beschäftigte – fünf Frauen und damit 100 Prozent im Beamtenstatus.

100 Prozent im Beamtenstatus

Dem stehen die beiden Wahlbeamten (Bürgermeister und Beigeordneter) gegenüber. Von den 89 Beschäftigten sind 52 Prozent weiblich und von den acht geringfügig Beschäftigten 63 Prozent. Und die vier Azubis sind je zwei Frauen und Männer. Da es in den meisten Bereichen der Stadt keine Unterrepräsentanz von Frauen mehr gibt, müssen sie auch nicht mehr vorrangig bei Einstellungen, Beförderungen Höhergruppierungen und ähnlichem berücksichtigt werden.

Zudem bestehe auch die Auswahlkommission in der Regel zu 50 und mehr Prozent aus Frauen. Ähnliches gelte für den Bereich der Auszubildenden in der Verwaltung, wo der weibliche Anteil derzeit bei 66,6 Prozent liegt. Dagegen wird vom Bauhof keine Frau ausgebildet. Trotz intensiver Bemühungen sei es leider nicht gelungen, so heißt es dazu im Bericht, geeignete weibliche Auszubildende für den Bauhof zu finden.

Vereinbarung von Beruf und Familie

Ebenso würden Männer wie Frauen, auch Teilzeitbeschäftigte, im gleichen Umfang an Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen teilnehmen. Damit Beruf und Familie miteinander vereinbart werden können, würden von der Stadt Teilzeitbeschäftigungen angeboten. Die Stadt begrüßte es auch, wenn beispielsweise männliche Beschäftigte die Möglichkeit von Elternzeit, Teilzeitbeschäftigung und Beurlaubung verstärkt in Anspruch nehmen, heißt es in der Fortschreibung.

Darin verankert ist ebenfalls der Schutz vor sexueller Belästigung sowie Mobbing am Arbeitsplatz. Dazu zählen unter anderem unerwünschter Körperkontakt oder Übergriffe, anstößige Bemerkungen, Kommentare oder Witze über das Äußere von Beschäftigten, das Zeigen oder Anbringen pornografischer Darstellungen in Diensträumen, das Kopieren, Anwenden oder Nutzen pornografischer und/oder sexistischer Computerprogramme auf den Rechnern in der Verwaltung.

Daher heißt es auch in der Fortschreibung des Gleichstellungsplans, der für die kommenden drei Jahren gilt: „Die Gleichstellung von Frau und Mann ist nach Inkrafttreten der neuen Kommunalver-fassung und des Landesgleichstellungsgesetzes bei der Stadt Kierspe weitestgehend verwirklicht.“

Nachholbedarf

Es gibt noch Nachholbedarf im Stadtrat und den politischen Gremien: Nur neun Ratsmitglieder oder 24 Prozent sind weiblich. In den verschiedenen Gremien kommt man nur im Rechnungsprüfungsausschuss und für Demografie, Soziales und Familien mit 43 Prozent einigermaßen an gleiche Anteile heran – alle anderen Gremien sind deutlich männerdominiert.

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