Niklas richtet keine großen Schäden im Wald an

Aufgrund des nassen Bodens sind die meisten Bäume mit Wurzeln umgeworfen worden. Dadurch werden die Bäume noch mt Flüssigkeit versorgt und der Käfer hat keine Chance.

Kierspe - Drei Tage hielt der Sturm Niklas die Feuerwehr Kierspe in Atem. Vor allem umgestürzte Bäume, die Straßen blockierten, sorgten für Einsätze am laufenden Band. Das ließ nichts Gutes für den Wald erwarten. Jetzt, gut eine Woche nach den heftigen Böen, gibt Förster Klaus Pokrandt aber Entwarnung.

Von Johannes Becker

„Der Windwurf hält sich in Grenzen. Vor allem an den Rändern in Richtung Westen haben wir Schäden zu verzeichnen. Aber nach einer ersten Schätzung belaufen sich diese auf rund 200 bis 220 Festmeter in meinem Revier“, so Pokrandt im Gespräch mit unserer Zeitung. In dem Revier des Försters, das sich über Rönsahl, Teile von Kierspe und kleine Teile von Halver erstreckt, werden in einem Quartal rund 1000 bis 1500 Festmeter Holz geschlagen. Bei diesem Verhältnis rechnet der Kiersper auch nicht mit Auswirkungen auf den Holzpreis.

Allerdings seien durch umgestürzte Bäume derzeit noch einige Wege unpassierbar. Pokrandt: „Dort werden wir zuerst tätig, damit alle die, die in den Wald müssen, das auch schnellst möglich wieder können.“ Generell warnt der Forstbeamte aber vor dem Betreten des Waldes: „Die Gefahr ist noch nicht vorüber. Vor allem von den Bäumen, die vom Wind angeschoben wurden und die nun schräg stehen oder an anderen Bäumen noch Halt finden, geht eine nicht unerhebliche Gefahr aus.“

Gedanken um eine „Käferplage“ durch die umgestürzten Bäume macht sich Pokrandt nicht: „Die Bäume sind aufgrund des nassen Bodens meist mit Wurzel umgestürzt. Deshalb findet noch eine gewisse Zeit eine Versorgung mit Wasser statt. Und solche Bäume mögen die Käfer nicht. Mit diesem Zustand können wir noch vier bis fünf Wochen rechnen. Und bis dahin haben wir alle Schäden aufgearbeitet.“

Als Glück bezeichnete der heimische Förster den Zeitpunkt des Sturmes. So seien derzeit noch keine Blätter an den Laubbäumen. Wäre dies anders, sähe das Schadensbild nach seiner Einschätzung sicher ganz anders aus.

Diesen Sturm sieht Klaus Pokrandt auch als Bestätigung dafür, dass die geringsten Schäden durch einen Sturm dann zu verzeichnen sind, wenn er auf einen gut durchmischten Wald trifft. „Das ist zwar auf den ersten Blick nicht immer der ertragreichste Wald, aber gerade bei schweren Stürmen bewährt sich diese Art des Waldes immer wieder.“

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