Schul-Fördervereine arbeiten enger zusammen

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Mit dem gegenseitigen Beitritt der Fördervereine unterstreichen die Vorsitzenden Monika Baukloh und Oliver Busch den Willen zur Zusammenarbeit.

Kierspe - Als vor drei Jahren aus der Pestalozzi- und der Schanhollenschule eine Verbundschule wurde, wollten die beiden Fördervereine von einer Fusion nichts wissen. Doch mittlerweile hat man sich angenähert und arbeitet gut zusammen.

Von einem Verschmelzen spricht zwar noch niemand offiziell, doch letztlich zeichnet sich dieser Weg ab. „Mit der gegenseitigen Mitgliedschaft in dem jeweils anderen Verein wollen wir deutlich machen, dass die Zusammenarbeit fester Bestandteil unserer Arbeit ist“, erklärt Oliver Busch, Vorsitzender des Förderkreises der Pestalozzischule.

T-Shirt-Verkauf das erste gemeinsame Projekt

Vor einem Jahr gab es das erste gemeinsame Projekt. Die beiden Fördervereine hatten ein gemeinsames T-Shirt entworfen und verkauft. Der Aufdruck trug damals Namen und Symbole beider Schulen. „Damit wollten wir das Zusammengehörigkeitsgefühl der Schüler stärken“, erinnert sich Monika Baukloh als Vorsitzende des Schanhollenförderkreises.

Lesekino wird allen Schülern angeboten

In Zukunft soll es immer wieder gemeinsame Projekte geben. Baukloh: „Das geht auch gar nicht anders, denn schließlich handelt es sich ja um eine gemeinsame Schule.“ So wird das Lesekino mittlerweile allen Schülern der Verbundschule angeboten und erhält Unterstützung durch beide Förderkreise.

Zirkusprojekt im Mai

Im Mai wird das Verbindende dann erneut deutlich, denn dann gibt es einen Mitmachzirkus für beide Schulstandorte – an einem dritten Standort. Das große Zirkuszelt wird am Tulpenplatz aufgebaut. Das hat zum einen praktische Gründe, weil dieser Standort mehr Platz bietet, aber das macht auch deutlich, dass es eine gemeinsame Aktion ist und nicht eine der beiden Schule führend ist. „Natürlich werden dann auch beide Fördervereine das Projekt unterstützen“, sagt Busch.

Rechtliche Gründe sprechen gegen eine Fusion

Bei so viel Zusammenarbeit liegt eine Fusion der beiden Vereine nahe. Doch dieser Vermutung widersprechen die beiden Vorsitzenden. Nicht einmal so sehr aus „ideologischen“, sondern vielmehr aus rechtlichen Gründen. „Eine Zusammenlegung ist schon dadurch schwierig, weil der Schanhollenförderkreis Träger der Betreuung von 8 bis 13 Uhr ist. Damit sind wir auch Arbeitgeber. Würden wir nun einen neuen Verein gründen, müssten alle Verträge neu ausgefertigt werden“, so Baukloh.

Zusammenlegung ist "langfristig das Ziel"

Busch: „Langfristig ist eine Zusammenlegung aber schon das Ziel, denn letztlich ist die gemeinsame Schule auch unser gemeinsames Anliegen, da scheinen zwei Vereine auf Dauer nicht sinnvoll.“ Der Vorsitzende sieht aber auch noch andere gute Gründe für eine Fusion: „Es wird immer schwieriger, Mitglieder für eine funktionierende Vorstandsarbeit zu gewinnen.“ Die Zahlen geben ihm recht. Derzeit hat der Förderkreis der Pestalozzischule 90 Mitglieder, der der Schanhollenschule 40. Bei 90 Vereinsangehörigen dürfte es wohl wirklich leichter sein, zumindest einen Vorstand zu besetzen. Noch dazu, da die Zeit in diesen Ämter begrenzt ist. Denn üblicherweise geben die Vorstandsmitglieder ihre Posten auf, wenn die eigenen Kinder die Grundschule verlassen.

Mitgliedsbeitrag ist bereits gleich

In einem Punkt haben die beiden Vereine schon unwissentlich die Grundlage für eine Fusion gelegt. Denn beide fordern zehn Euro als Mindestbeitrag im Jahr.

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