Ehrenamtlichen melden sich zurück

Schwierige Zeiten durchschifft

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Die Mitglieder des Fördervereins waren umringt von Büchern. Die Sitzung fand mit dem notwendigen Abstand statt.

Kierspe - Schwierige Zeiten liegen hinter dem Förderverein der Stadtbibliothek, aber der eigentliche Umbruch kommt erst noch. Am 1. Juli geht Dagmar Henkel in Rente und damit verliert Bibliotheksleiterin Christa Meißner nicht nur eine langjährige, sondern auch ihre letzte hauptamtliche Kollegin.

Ein Trost, dass sie sich auf die ehrenamtlichen Helfer verlassen kann. Nach der Corono-bedingten Zwangspause haben sich alle sechs Ehrenamtlichen zurückgemeldet. Sie sollen nicht nur, sie wollen auch mitarbeiten. „Darüber habe ich mich unheimlich gefreut,“ zeigte Christa Meißner sich erleichtert und dankbar. Auch die Mithilfe der Mitglieder des Fördervereins ist dringend erwünscht.

Christa Meißner stellte ein Förderprogramm vor, das Sonntagsöffnungen zum Ziel hat. Das Thema wird in deutschen Bibliotheken zur Zeit heiß diskutiert, hängt aber natürlich nicht nur am Bedarf, sondern auch an den personellen Kapazitäten der jeweiligen Bibliothek. Für Kierspe stellte Meißner die Möglichkeit in den Raum, über das Jahr 2021 verteilt mehrere Veranstaltungen an Sonntagen anzubieten – immer vorausgesetzt, dass sich Freiwillige zur Mitarbeit melden, denn sie selber hat nur eine halbe Stelle.

Die Versammlung signalisierte Hilfsbereitschaft, auch für die in diesem Jahr geplanten Veranstaltungen. Am 7. Oktober kommt die Kiersper Autorin Ursula Schröder in die Einrichtung in der Gesamtschule um aus ihrem neuen Roman zu lesen. An der Nacht der Bibliotheken will die Stadtbibliothek sich ebenfalls beteiligen und für den Advent ist eine Neuauflage der beliebten Adventsnachmittage geplant. Zuerst steht aber der Sommerleseclub auf dem Programm, Anmeldungen für das Ferienprogramm sind seit Anfang der Woche möglich.

Einstimmig wiedergewählt – der Vorsitzende Hermann Reyher.

Dazu hatte der Vorsitzende Hermann Reyher die passende Studie parat: Die Universität Yale habe herausgefunden, dass Lesen nicht nur die Fantasie fördere, sondern außerdem Stress abbaue und das Leben verlängere. Auf diese Werte besinnt man sich wohl auch in Kierspe, denn nach Jahren sinkender Ausleihzahlen konnte Christa Meißner für 2019 eine gestiegene Nachfrage vermelden, vor allem analog, aber auch in der Onleihe, der digitalen Form der Bücherausleihe.

Die vom Vereinsrecht vorgeschriebenen Regularien gingen geradezu geräuschlos über die Bühne. Die Finanzen des Fördervereins setzen sich hauptsächlich aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und Einnahmen aus Veranstaltungen zusammen und werden von Beate Treude verwaltet; über die Aktivitäten des vergangenen Jahres berichtete Schriftführerin Christa Meißner.

Auf der Tagesordnung stand auch die Wahl des gesamten Vorstands, mit Ausnahme der Zweiten Vorsitzenden. Alle, auch die drei Beisitzer Dagmar Henkel, Günter Henseler und Anita Höhn wurden einstimmig wiedergewählt, teilweise in Abwesenheit. Letzteres galt auch für den neuen Kassenprüfer: Norbert Höhn rückt für Doris Bender nach.

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