Förderprogramm für neue Anlagen macht sich auch in Kierspe bemerkbar

„Ölheizungen sterben aus“

Markus Hilchenbach, Inhaber des gleichnamigen Installationsbetriebs, freut sich über die gestiegene Nachfrage nach Hybrid-, Pellet- und anderen Heizungstypen, die regenerative Energie nutzen. Ursächlich für diese Nachfrage ist ein Förderprogramm des Bundes.
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Markus Hilchenbach, Inhaber des gleichnamigen Installationsbetriebs, freut sich über die gestiegene Nachfrage nach Hybrid-, Pellet- und anderen Heizungstypen, die regenerative Energie nutzen. Ursächlich für diese Nachfrage ist ein Förderprogramm des Bundes.

Von einer Abwrackprämie für Ölheizungen war die Rede – und von der Förderung regenerativer Energie beim Bau von umweltfreundlichen Heizungen. Kurz darauf gab es ein Förderprogramm des Bundes, das sich auch in Kierspe auswirkt, wie der Chef des Heizungs- und Sanitärbetriebs Markus Hilchenbach erzählt.

Kierspe - „Obwohl noch bis 2025 neue Ölheizungen gebaut werden dürfen, gibt es so gut wie keine Nachfrage nach diesen Heizungen. Ölheizungen sterben aus“, da ist sich Markus Hilchenbach sicher.

Vor allem Gasheizungen, die mit einer Luft-Wärme-Pumpe gekoppelt würden, seien sehr gefragt, aber auch Pelletheizungen seien derzeit gefragt. „Im vergangenen Jahr haben wir vier Aufträge für diesen Heizungstyp bekommen, in den Jahren zuvor gab es vielleicht mal einen Kunden, der solch eine Pelletheizung haben wollte. Ich bin mir sicher, dass das ausschließlich an der Prämie liegt, die im Rahmen des Programms ,Bundesförderung für effiziente Gebäude’ ausgegeben wird“, so der Kiersper Heizungsfachmann.

Aus diesem Programm können Bauherren bis zu 35 Prozent Förderung bekommen, wenn sie eine Biomasseheizung, zu der auch auch die Pelletheizungen gehören, einbauen. Weitere zehn Prozent gibt es, wenn die neue Heizung eine alte Ölheizung ersetzt.

Gerade Hybridheizungen, bei denen sich der Brennwertkessel im Gebäude befindet und der Wärmetauscher im Außenbereich, erfreuen sich bei den Kunden, die derzeit eine Heizung austauschen wollen, großer Beliebtheit.

Doch trotz der Förderung von bis zu insgesamt 45 Prozent sei die Nachfrage nach sogenannten Hybridheizungen deutlich höher als nach den Pelletheizungen – sicher auch, weil bei einer Hybridheizung, bei der neben neben einer Gasheizung auch ein Luft-Wasser-Wärmetauscher (Luft-Wärmepumpe) installiert wird, kein zusätzlicher Raum für die Pelletlagerung benötigt wird. Hilchenbach nennt aber auch einen weiteren Grund: „Die Nachfrage nach solchen Heizungen ist im vergangenen Jahr um gut 30 Prozent gestiegen. Das liegt aber auch sicher daran, dass die Pelletheizungen im Vergleich zu den Hybridheizungen recht teuer sind. Nach meiner Kenntnis werden Pelletheizungen im Hochsauerlandkreis aber stärker nachgefragt.“ Zwar gebe es mit der erwähnten Förderung von bis zu 45 Prozent mehr Geld für die Umrüstung auf eine Biomasseheizung, das gleiche aber nicht die Mehrkosten zu einer Gashybridheizung aus, die mit bis zu 40 Prozent gefördert wird – allerdings auch nur dann, wenn eine Ölheizung ausgetauscht wird. Bestand schon zuvor eine Gasheizung, die jetzt durch eine Hybridheizung ergänzt wird, sind es 30 Prozent.

Hilchenbach ist, wie sicher jeder Inhaber eines Handwerksbetriebs, froh über jeden Auftrag, doch auch ohne das Förderprogramm der Regierung sei die Auslastung seines Betriebs gut. „Wir sind gut durch das Coronajahr gekommen – mit ganz leichten Einbußen zum Jahr davor, doch das lag eher am Personalbestand als am Auftragseingang“, erzählt der Kiersper.

Förderung beim Heizungsbau

Hausbesitzer, die überlegen, das Förderprogramm des Bundes für den Austausch einer Heizungsanlage zu nutzen, sollten sich beeilen, denn dieses Programm läuft nach jetzigem Stand in diesem Jahr aus. Weitere Informationen zu dem Programm finden sich auf der Internetseite des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle unter www.bafa.de.

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