Flüchtlinge: Kierspe stößt an Grenzen

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In dieser Einrichtung am Herlinghauser Weg kommen vornehmlich die männlichen Flüchtlinge unter.

Kierspe - Knapp 1000 Flüchtlinge kamen alleine am vergangenen Wochenende in der Erstaufnahmestelle in Dortmund-Hacheney an, so dass die Einrichtung zeitweise sogar geschlossen werden musste.

Auch in dieser Woche ist der Andrang unvermindert groß. In Hacheney bleiben die Flüchtlinge allerdings nur wenige Tage, bevor sie auf andere Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen verteilt werden. Einige kamen auch nach Kierspe.

Neun Personen zugewiesen

Der Volmestadt wurden in den vergangenen Tagen neun Personen aus der Dortmunder Erstaufnahmestelle zugewiesen. Das sagt Patrick Sgobio, Sachbearbeiter im Amt für Soziales und Familie, auf Anfrage unserer Zeitung.

Aufnahmemenge richtet sich nach Größe

Wie viele Menschen jede Kommune aufnehmen muss, richtet sich nach ihrer Größe. „Egal, ob die Flüchtlinge nach Dortmund, Köln oder Hemer kommen. Die Verteilung läuft grundsätzlich über die Bezirksregierung in Arnsberg“, erklärt Sgobio das Verfahren.

Auf der Suche nach neuen Räumlichkeiten

Aber die Kapazitäten in Kierspe seien allmählich erschöpft, so der Kiersper Sachbearbeiter, „daher sind wir natürlich immer bemüht, neue Räumlichkeiten zu beschaffen, in denen wir Neuankömmlinge unterbringen können.“

Männer kommen zum Herlinghauser Weg

In diesen Wohnungen werden dann Wohngruppen gebildet. Doch auch die Besetzung der Wohngruppen will wohl überlegt sein. So würden in der Einrichtung am Herlinghauser Weg, einer städtischen Unterbringung, zunächst einmal die männlichen Flüchtlinge aufgenommen.

Konfession als Verteilungskriterium

Dabei werde darauf geachtet, dass beispielsweise Angehörige der selben Konfession oder mit dem selben Herkunftsland zusammenkommen. „Stellen wir fest, dass sich in der Gruppe eine gewisse Harmonie einstellt, versuchen wir, die Gruppe in einer anderen Unterbringung einzuquartieren, um Platz für Neuankömmlinge zu schaffen“, erläutert Sgobio.

Stadt rechnet mit weiteren Flüchtlingen

Es sei davon auszugehen, dass auch in den kommenden Wochen weitere Flüchtlinge in die Volmestadt kommen, die untergebracht werden müssen. „Heute kommt schon eine Frau, die werden wir noch unterbringen können, denn momentan haben wir noch wenige Kapazitäten frei“, sagt Sgobio.

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