DRK stellt in Kierspe neue Container auf

Die letzten Container des DRK sind in Kierspe aufgestellt, so dass nun flächendeckend Kleidung gesammelt werden kann.

KIERSPE - 17 Altkleidercontainer des Roten Kreuzes gehören zum Stadtbild in Kierspe. Jetzt stellte die vom DRK beauftrage Verwertungsfirma Dohmann die weißen Boxen an den bekannten Sammelstellen für Altpapier, Glas und andere Wertstoffe auf.

Zu erkennen sein werden die offiziell genehmigten Sammelcontainer am blau-weißen Kooperationsaufkleber des Märkischen Kreises und am Spendeaufkleber des Roten Kreuzes, beide Aufkleber werden in Kürze an den Containern angebracht.

Hintergrund ist eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem Märkischen Kreis und zahlreichen Wohlfahrtsverbänden, die im Dezember im Kreishaus unterzeichnet wurde. Für das Rote Kreuz Kierspe nahm Schatzmeister und Vorstandsmitglied Volker Vollmann an den Verhandlungen teil.

„Das DRK sammelt seit jeher in Kierspe Altkleider und finanziert dadurch seine gemeinnützige Arbeit“, erklärt er. In den vergangenen Jahren, speziell seit dem 2012 in Kraft getretenen Kreislaufwirtschaftsgesetz, nahmen jedoch kommerzielle und teilweise auch illegale Altkleidersammlungen immer stärker zu. Grund ist, dass die Nachfrage nach gebrauchten Textilien und damit der Preis rasant gestiegen sind. Zahlreiche kommerzielle Sammler und Betrüger machen die für das Rote Kreuz wichtige Einnahmequelle daher strittig. „Sie stellen Container unter falschem Label auf und tragen Fantasienamen, die karitative Zwecke vortäuschen. Den Profit stecken sich die Betrüger in die eigene Tasche“, hieß es im Rahmen der Unterzeichnung aus dem Kreishaus.

Der Märkische Kreis hat mit Wohlfahrtsverbänden im gesamten Kreisgebiet die Zusammenarbeit vereinbart. „Wir versprechen uns von der Kooperation, dass sie den beteiligten Wohlfahrtsverbänden eine verlässliche Grundlage für ihre gemeinnützige Altkleidersammlung im Märkischen Kreis bietet“, so die Hoffnung von Landrat Thomas Gemke.

Die in den Containern gesammelten Altkleider werden an die Verwertungsfirma Dohmann veräußert. Der gesamte Erlös dieses Verkaufs fließt in die Rotkreuzarbeit in Kierspe. Das Verwertungsunternehmen sortiert die Textilien nach Qualitätsstufen. Nicht mehr tragfähige Sachen werden zu Dämmstoff oder Putzlappen verarbeitet. Der größte Teil ist jedoch noch tragbar und wird als Secondhand-Ware in unterschiedliche Länder verkauft. „Wir sind froh über diese Kooperation des Kreises mit den Wohlfahrtsverbänden“, resümiert Vollmann aus den mehr als ein Jahr dauernden Verhandlungen und Gesprächen beim Kreis. „Wir haben endlich ein flächendeckendes Sammelnetz in Kierspe und können über diese Vereinbarung die Kleidersammlung als wichtige Einnahmequelle unserer Arbeit sichern“.

Wer hingegen besonderen Wert darauf legt, dass seine Bekleidung vor Ort in Kierspe für wohltätige Zwecke verwendet wird, wird vom DRK an den ‚Kleiderschrank‘ des sozialen Bürgerzentrums Kierspe Hand in Hand verwiesen, das auch vom Roten Kreuz unterstützt wird.

Da nun ganzjährig und im gesamten Stadtgebiet Kleidercontainer des DRK bereitstehen, wird das Rote Kreuz in Kierspe zukünftig auf die jährliche Kleidersammlung verzichten. „Wir erhoffen uns von den ganzjährig bereitstehenden Containern eine steigende Spendebereitschaft der Kiersper“, so Vollmann.

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