St. Maria Immaculata: 40 Firmlinge bereiten sich vor

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40 Jugendliche aus der Pfarrei St. Maria Immaculata, die Kierspe, Meinerzhagen und Valbert umfasst, haben sich an vier Samstagen auf ihre anstehende Firmung durch Weihbischof Ludger Schepers aus Essen am 18. Juni vorbereitet.

Kierspe -  In zweieinhalb Wochen ist es soweit – dann werden 40 Mädchen und Jungen aus der Pfarrei St. Maria Immaculata, die Meinerzhagen, Kierspe und Valbert umfasst, gefirmt. An vier Samstagen haben sich die Jugendlichen zur Vorbereitung getroffen. Am vergangenen Wochenende fand nun ihr letztes Treffen statt.

„Ich und Gott“, „Christ sein“, „Kirche und Sakramente“ und „Glaubensbekenntnis“, das waren Themen, mit denen sich die Jugendlichen im Alter von 15 bis 16 Jahren in der Vorbereitungszeit beschäftigt haben. Doch auch praktisch waren die angehenden Firmlinge gefordert: Sie leisteten soziale Dienste bei der Friedhofspflege, in den Seniorenzentren oder in den Kindertagesstätten der Pfarrei ab.

Am Samstagmorgen jedoch ging es für sie in erster Linie um das Bußsakrament. Pastor Ludwig Opahle aus Valbert machte die Jugendlichen mit dem Thema vertraut, bevor alle die Möglichkeit erhielten, zur Beichte zu gehen. Sieben Geistliche aus dem Kreisdekanat Lüdenscheid waren nach Kierspe gekommen, um die Beichten der Jugendlichen zu hören.

Auch über den Sinn der Firmung wurde an diesem Tag gesprochen: Das Wort Firmung kommt aus dem Lateinischen und heißt übersetzt „bestärken“, „festigen“, „ermutigen“. Die Kraft des Heiligen Geistes verleiht Standvermögen und ermutigt, Verantwortung für sich und die Gemeinschaft zu übernehmen. Das Sakrament der Firmung vertieft in besonderer Weise den Übergang vom Kindsein zum Erwachsenwerden.

Der Ursprung der Firmung geht bis auf Jesus zurück. Am Pfingstfest wurden die Jünger Jesu vom Heiligen Geist erfüllt. Dies machte sie so stark, dass sie ihre Angst ablegten und mit Freude die frohe Botschaft Jesu Christi verkündeten, so berichtet die Apostelgeschichte im zweiten Kapitel. Zudem heißt es im achten Kapitel, dass getaufte Samariter durch die Handauflegung eines Apostels den Heiligen Geist empfingen. Die Handauflegung und somit das Weitergeben des Heiligen Geistes gehörte von da an wie die Taufe zum Christsein dazu. In der frühen Kirche wurden deshalb Taufe, Eucharistie und Firmung gleichzeitig gespendet. Seit dem zwölften Jahrhundert wurde die Firmung „als Vollendung der Taufe“ eingeführt. Die Kinder waren zwischen sieben und zwölf Jahre alt. Erst seit dem Konzil von Florenz (1439 bis 1445) gibt es die Firmung als Sakrament. Im Jahr 1971 wurde der Ritus der Firmung im Rahmen der Liturgiereform geändert. Dazu gehörte die Abschaffung des Backenstreichs, den der Bischof dem Firmling verpasste.

Firmtermin am 18. Juni, Probe drei Tage zuvor

In der evangelischen Kirche nennt sich die Firmung Konfirmation. Wie bei der katholischen Firmung steht auch hier die Verpflichtung im Mittelpunkt, das Leben aus dem Glauben zu gestalten. Konfirmanden dürfen zum ersten Mal am Abendmahl teilnehmen. Die Konfirmation ist aber kein Sakrament, im Gegensatz zur katholischen Firmung. In der Ostkirche werden kleine Kinder sofort nach der Taufe gefirmt. Sie erhalten dann auch ihre erste Heilige Kommunion.

Vor dem Firmtermin am 18. Juni, bei dem Weihbischof Ludger Schepers aus Essen die Firmung der Mädchen und Jungen aus der Pfarrei St. Maria Immaculata vornehmen wird, treffen sich die Firmlinge zu einer Probe am 15. Juni um 19.30 Uhr in der Kirche St. Josef. Für den 19. September sind alle zu einer „Nacht der Firmanden“ nach Essen eingeladen.

Gertrud Goldbach

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