Feuerwehr

Gerätehaus: Kiersper Firma ist für Heizung, Lüftung und Sanitär zuständig

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Die Arbeiten am neuen Feuerwehr-Gerätehaus haben bereits vor einigen Wochen begonnen.

Kierspe - Angenehm warme Reifen werden die Feuerwehrfahrzeuge haben, wenn sie im neuen Gerätehaus parken, denn das gesamte Gebäude bekommt eine Fußbodenheizung. Einbauen wird die Heizung die Firma Hilchenbach, die für die Bereiche Heizung, Lüftung und Sanitär im gesamten Gebäude verantwortlich ist.

Markus Hilchenbach freut sich, dass er den Auftrag fürs neue Gerätehaus bekommen hat. Doch der Versorgungsingenieur aus Kierspe musste auch einiges dafür tun. Denn von Seiten des Auftraggebers gab es nur eine funktionale Ausschreibung. 

Dabei handelt es sich dann lediglich um eine Beschreibung der Funktion, die die Haustechnik haben soll, letztlich also nur eine grobe Vorgabe für das Angebot. Rund eineinhalb Wochen hat Hilchenbach dann am Schreibtisch gesessen, um Rohrleitungen zu dimensionieren, Kanäle zu berechnen sowie die Be- und Entwässerung zu planen.

Auftragsvolumen von 400.000 Euro

All das endete schließlich in einer Ausführungszeichnung, in der genau zu erkennen ist, wie Heizung, Lüftung und sanitäre Ausstattung aussehen könnten. Dem Auftraggeber hat‘s wohl gefallen, jedenfalls kam der Zuschlag für den Auftrag mit einem Volumen von mehr als 400 000 Euro bereits nach kurzer Zeit.

Doch bis einige der 15 Mitarbeiter der Firma Hilchenbach auf der Baustelle an der Kreuzung Wildenkuhlen loslegen können, wird es wohl noch ein paar Wochen dauern, die andere Handwerker benötigen, um die Arbeiten an dem Gebäude so weit zu bringen, dass der Fachbetrieb aus Kierspe anfangen kann.

Herzstück der Heizungstechnik ist die Luft-Wasser-Gas-Wärmepumpenanlage in Kombination mit einem Spitzenlast-Gasbrennwertkessel. 

„Mit dieser Anlage erreichen wir Energieeffizienzklasse A+. Der Wirkungsgrad der neuen Anlage liegt bei 166 Prozent, möglich wird das durch die Wärmerückgewinnung aus der Außenluft“, erklärt Hilchenbach die Technik – und ergänzt, dass der Wirkungsgrad einer solchen Anlage deutlich besser sei als der einer elektrisch betriebenen Luft-Wärmepumpe, die auch in Einfamilienhäusern zum Einsatz kommen kann. Um die Wärme dann in die Räume des Gebäudes zu bringen, wird eine Fußbodenheizung eingesetzt, auch in der Fahrzeughalle.

Markus Hilchenbach, Inhaber der gleichnamigen Kiersper Firma, hat den Auftrag bekommen und rüstet das Gerätehaus mit Lüftung, Heizung und im sanitären Bereich aus.

So haben nicht nur die Wehrleute angenehm warme Füße, sondern auch ein angenehmes Klima beim Arbeiten an den Wagen, außerdem wurde ein Weg gewählt, der möglichst wenig Energie verbraucht. Damit es auch überall in Ober- und Erdgeschoss warm werden kann, müssen rund 12 Kilometer Heizungsrohre verlegt werden. 

Und während diese üblicherweise im Estrich ihren Platz finden, werden die Rohre im Bereich der Fahrzeughalle dann direkt in den Beton gelegt. Insgesamt müssen 1650 Quadratmeter Fußboden auf den beiden Etagen erwärmt werden.

600 Meter Wasserleitungen

Darüber hinaus müssen rund 600 Meter Wasserleitungen ihren Platz finden, damit die sechs Duschen, fünf WCs, zehn Waschbecken und der Hahn in der Teeküche im Erdgeschoss sowie die vier WCs, fünf Urinale, drei Waschbecken und eine weitere Entnahmestation im Obergeschoss mit Wasser versorgt werden können. 

Während die Warmwasserbereitung im Obergeschoss des Gerätehauses über kleine Durchlauferhitzer erfolgen soll, kommt im Untergeschoss eine sogenannte Frischwasserstation zum Einsatz, wodurch verhindert wird, dass in langen Rohrabschnitten das Wasser stehen bleibt und so die Bildung und Vermehrung von Legionellen vermeidet.

Arbeiten sollen im März beginnen

Der Luftaustausch geschieht über das Dach, auf dem zwei Lüftungsgeräte zum Einsatz kommen, die sich in ihrer Leistung stark unterscheiden. Während das Gerät fürs Obergeschoss 3500 Kubikmeter Luft in einer Stunde austauschen kann, schafft das Gerät fürs Erdgeschoss 7500 Kubikmeter in der gleichen Zeit. Der Unterschied ergibt sich aus der Nutzung der Etagen und der unterschiedlichen Größe der Räume in den beiden Etagen. Insgesamt werden für die Lüftung 60 Luftauslässe, 100 Meter Wickelfalzrohr und 450 Quadratmeter Luftkanal verbaut.

Eine Klimaanlage wird es für das nur zeitweise genutzte Gebäude nicht geben, wobei eine kleine Anlage im Serverraum zum Einsatz kommt, um ein Überhitzen der empfindlichen Computertechnik in diesem Raum zu verhindern.

„Ich denke, dass wir im März mit den Arbeiten beginnen werden. Dann werden viele Bereiche parallel abgearbeitet, damit wir unsere Arbeiten fristgerecht abschließen können“, so Hilchenbach.

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